Burda trennt Medien und Beteiligungen rechtlich: Elisabeth Varn führt künftig Burda Media

Das Wichtigste in Kürze
- Burda überführt das Medien- und das Beteiligungsgeschäft bis spätestens 2028 in zwei rechtlich eigenständige Unternehmen, Burda Media und Burda Equity.
- Burda Media führen Vorständin Elisabeth Varn (Deutschland) und CFO Lydia Rullkötter (Ausland), Burda Equity leitet Vorstandssprecher Maximilian Preisser als CEO.
- Die Familie Burda bleibt an beiden Unternehmen mit unveränderten Anteilen beteiligt.
Aus zwei Sparten werden zwei Firmen: Burda überführt sein Medien- und sein Beteiligungsgeschäft in die rechtlich eigenständigen Unternehmen Burda Media und Burda Equity. Das hat das Haus am 20. Oktober bekannt gegeben; abgeschlossen sein soll die Umsetzung bis spätestens 2028. Burda Media übernimmt Elisabeth Varn, seit Juli 2026 Vorstand Media, zusammen mit Finanzchefin Lydia Rullkötter, die das Auslandsgeschäft steuert.
Burda Equity bündelt alle digitalen Beteiligungen und das Investmentgeschäft, CEO wird Maximilian Preisser. Er war erst Anfang Oktober zum Vorstandssprecher bestellt worden, mit dem Auftrag, die 2025 begonnene Aufteilung in Media und Equity voranzutreiben. Die Gesellschafter Jacob Burda, Elisabeth Burda Furtwängler und Hubert Burda bleiben an beiden Unternehmen unverändert beteiligt. Ausgenommen ist der Bereich Venture & Networks mit der Konferenz DLD und Burda Principal Investments unter Vorstand Christian Teichmann.
Das Mediengeschäft muss künftig für sich allein stehen#
Für Werbekunden und Agenturen ist der Teil über Burda Media der wichtigere. Die Mitteilung setzt auf starke Marken, direkte Kundenbeziehungen und künstliche Intelligenz als festen Teil der Wertschöpfung. Dazu kommen angepasste Strukturen und gebündelte Funktionen. Das klingt nach Umbau, ohne dass Burda sagt, welche Funktionen gemeint sind.
Bisher standen Verlagsgeschäft und digitale Beteiligungen unter einem Dach. Als eigene Gesellschaft muss Burda Media seine Zahlen selbst tragen. Verwaltungsratschef Marc Al-Hames verspricht dem Mediengeschäft mehr Fokus auf Marken und digitale Angebote, Burda Equity soll mit eigener Investitionslogik arbeiten und auch externes Kapital aufnehmen können. Offen bleibt, was die Bündelung für die Vermarktung der Burda-Titel heißt. Die Antwort dürfte kommen, bevor die rechtliche Trennung 2028 vollzogen ist.



