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Funke macht Newsletter und Social Media zur eigenen Erlössparte

Die Funke Regionalmedien gründen den Bereich „new media“ unter Chief Growth Officer Anna-Katharina Kölbl. Ab 2027 kommt derwesten.de dazu.

Porträt von Anna-Katharina Kölbl im roten Blazer vor unscharfem Büro, darüber das Funke-Logo
Anna-Katharina Kölbl leitet als Chief Growth Officer den neuen Bereich new mediaFoto: Funke Mediengruppe

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Funke Regionalmedien bündeln Social Media, Newsletter und neue Marken für junge Zielgruppen im Bereich „new media“.
  • Leiterin ist Anna-Katharina Kölbl als Chief Growth Officer, eine neu geschaffene Position; sie war seit 2022 Head of Business Development der Regionalmedien.
  • Zum 1. Januar 2027 wechseln die werbefinanzierten Nachrichtenangebote von Funke Digital, darunter derwesten.de, zu den Regionalmedien.

„Die nächste Generation entdeckt Nachrichten im Feed, folgt Creatorn und baut Beziehungen zu Marken anders auf als früher“, sagt Anna-Katharina Kölbl. Aus diesem Satz machen die Funke Regionalmedien jetzt eine eigene Sparte: Der neue Bereich „new media“ soll die Reichweite von Titeln wie Hamburger Abendblatt und WAZ in Newslettern und auf Social Media zu Geld machen und Marken für junge Leser aufbauen. Kölbl leitet ihn als Chief Growth Officer, eine Position, die Funke am 23. Oktober neu geschaffen hat.

Kölbl verantwortet seit 2022 die Geschäftsentwicklung der Regionalmedien. Erste Bausteine stehen schon: die digitalen Angebote talzeit für Wuppertal und Hauptsache Hamburg, beide für jüngere Leser gebaut. Nach Funke-Angaben erreichen die Social-Media-Kanäle der Regionalmarken bereits täglich mehrere Millionen Menschen, Zahlen zu Newsletter-Abonnenten nennt der Konzern nicht. Carsten Groß, Geschäftsführer Digital Publishing, will aus langfristigen Beziehungen zu jüngeren Lesern „neue Erlöse entwickeln“.

Die Gründung fällt in eine größere Umbauwoche. Am Vortag hatte Funke angekündigt, dass Funke Digital zum 1. Januar 2027 seine Publishing-Angebote abgibt und sich auf Zukäufe konzentriert, wie zuletzt beim Hausbau-Portal EuerZuhause. derwesten.de und die übrigen werbefinanzierten Nachrichtenangebote gehen dann an die Regionalmedien, in eine neue Einheit, die zusätzliche Werbeerlöse holen soll.

Damit laufen bei den Regionalmedien künftig mehrere Erlöswege nebeneinander: Abos der Lokaltitel, Reichweitenportale und das Newsletter- und Social-Geschäft. Für Werbekunden könnte daraus regionales Inventar jenseits der Zeitungsseite werden, etwa Sponsorings in Newslettern oder Formate mit lokalen Creatorn. Ob Funke das gebündelt anbietet oder jede Einheit selbst vermarktet, sagen die beiden Mitteilungen nicht; spätestens mit dem Wechsel von derwesten.de im Januar muss die Vermarktung der neuen Struktur stehen.

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