Funke Digital kauft EuerZuhause.com: home360 sammelt Hausbau-Leads in der Nische

Das Wichtigste in Kürze
- Funke Digital hat das Portal EuerZuhause.com per Asset Deal übernommen und in die home360-Gruppe eingegliedert.
- EuerZuhause.com vermittelt seit 2022 Bauinteressierte an Anbieter besonderer Hauskonzepte wie Tiny Houses, Modul- oder Fachwerkhäuser.
- home360 bündelt seit dem Sommer die Hausbau-Portale von Funke, darunter Musterhaus.net und gruenes.haus, und soll durch weitere Zukäufe wachsen.
Funke Digital hat das Hausbau-Portal EuerZuhause.com gekauft. Die 2022 gegründete Plattform bringt Menschen, die ein Tiny House, ein Modulhaus oder ein modernes Fachwerkhaus bauen wollen, mit spezialisierten Bauunternehmen zusammen. Sie geht per Asset Deal an Funkes Portalgruppe home360, wie die FUNKE Mediengruppe am 20. Oktober mitteilte. Einen Kaufpreis nennt der Verlag nicht.
Was kauft Funke da eigentlich?#
Kein Medium, sondern eine Vermittlung: EuerZuhause.com ist eine Matching-Plattform für Hausbau-Interessierte und Bauunternehmen. Die Anbieter prüft home360 nach eigener Darstellung vorher. home360-Geschäftsführer Michael Pilzek begründet den Kauf mit Zielgruppen, die auf klassischen Hausbau-Portalen „oftmals zu kurz“ kämen: altersgerechtes Wohnen, nachhaltige Materialien, hohe Energieeffizienz.
Wohin will home360?#
Funke Digital hatte die Gruppe im Sommer gegründet und darin alle Hausbau-Portale gebündelt. Flaggschiff ist Musterhaus.net, dazu kommt der Vermittler für energetisches Bauen gruenes.haus. EuerZuhause.com ist der erste Zukauf. Weitere sollen folgen, ebenso eigene Angebote, so die Mitteilung. Auch MEEDIA erinnert daran, dass Funke die Zukäufe schon bei der Gründung angekündigt hatte.
Der Kauf zeigt, wohin regionale Medienhäuser Erlöse verlagern: weg von der Reichweite, die sie an Werbekunden verkaufen, hin zu Kontakten, die sich direkt an Anbieter vermitteln lassen. Für Vermarkter von Bau- und Immobilienwerbung wird das zum Wettbewerb aus dem eigenen Haus, denn wer Bauwillige selbst vermittelt, braucht das Display-Banner des Fertighausherstellers weniger. Die offene Frage ist, ob home360 die Portale unter einer Marke zusammenführt oder als getrennte Nischen weiterbetreibt; die Mitteilung lässt das offen.



