Axel Springer macht Paul Ronzheimer zum ersten Creator im eigenen Haus

Das Wichtigste in Kürze
- Axel Springer startet mit Axel Springer Creators ein Modell, in dem Journalisten eigene Formate im Haus aufbauen und am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt werden.
- Erster Creator ist Paul Ronzheimer mit dem Podcast RONZHEIMER., er gibt dafür seine Position als stellvertretender Chefredakteur von BILD ab.
- Der Verlag liefert Produktion, Technik, Vermarktung und die Reichweite seiner Medien, im September kam RONZHEIMER. laut Axel Springer auf mehr als 12 Millionen Abrufe.
Inhalt
Axel Springer holt das Creator-Modell ins eigene Haus. Mit Axel Springer Creators sollen Journalisten eigene Formate entwickeln und am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt werden, hat der Verlag am 19. Oktober angekündigt. Den Anfang macht Paul Ronzheimer mit seinem Podcast RONZHEIMER.; er gibt dafür die Position als stellvertretender Chefredakteur von BILD ab.
Was bekommt der Creator, was der Verlag?#
Axel Springer stellt Produktion, Technik, Vermarktung und die Reichweite seiner Medien. Die Creator bekommen mehr redaktionelle und unternehmerische Freiheit und einen Anteil am Erfolg ihrer Formate. Wie hoch dieser Anteil ist, steht nicht in der Mitteilung. Ronzheimer berichtet weiter als internationaler Reporter, seine Stücke erscheinen auch künftig in BILD, WELT, POLITICO und den übrigen Titeln des Hauses.
Warum gerade dieses Format?#
Weil es die Reichweite schon hat. Im September kam RONZHEIMER. nach Angaben von Axel Springer auf mehr als 12 Millionen Abrufe, davon 6,83 Millionen Streams nach der MA Podcast und 5,3 Millionen YouTube-Aufrufe. Über alle Genres hinweg führt das Format das Ranking der MA Podcast an, also Platz eins. Geplant sind zusätzliche Audio- und Videoformate, die Redaktion verantwortet weiter Filipp Piatov, die Produktion Daniel van Moll.
Bleibt der Podcast über den Verlag buchbar?#
Springer bindet damit ein Format mit eigener Reichweite enger an das Haus und beteiligt den Kopf dahinter am Erfolg. Für Werbekunden dürfte das bedeuten, dass ein Podcast mit Spitzenplatz im Ranking über die Vermarktung des Verlags erreichbar bleibt.
Welche Journalisten nach Ronzheimer folgen, nennt Axel Springer noch nicht; Vorstand Claudius Senst will den Weg ausdrücklich „auch anderen Journalisten ermöglichen“.



