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Social Media im ADC: Eigener Fachbereich mit TikTok an der Spitze

Der ADC macht Social Media zum eigenen Fachbereich und besetzt ihn mit Julius Winter von TikTok. Burkhard Müller bleibt Sprecher des neuen Präsidiums.

Publikum der ADC-Jahreshauptversammlung von hinten vor einer Leinwand mit ADC-Logo und der Jahreszahl 2026
Die ADC-Jahreshauptversammlung in BerlinFoto: Paul Feuerboether

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ADC hat Social Media zu einem eigenen Fachbereich gemacht; ihn verantwortet Julius Winter, Executive Creative Consultant bei TikTok.
  • Das neue Präsidium mit 15 Kreativen aus sieben Sektionen und acht Fachbereichen wurde auf der Jahreshauptversammlung am 15.10.2026 in Berlin vorgestellt.
  • Burkhard Müller, CDO bei Mutabor, geht als Präsidiumssprecher in seine zweite Amtszeit; neu im Präsidium sind fünf Mitglieder, darunter Till Diestel von Serviceplan.

Der Art Directors Club für Deutschland (ADC) hat Social Media zu einem eigenen Fachbereich gemacht. Verantwortet wird er von Julius Winter, Executive Creative Consultant bei TikTok für den DACH-Raum. Vorgestellt hat der Club sein neu gewähltes Präsidium auf der Jahreshauptversammlung am 15.10.2026 in Berlin, die Meldung dazu steht seit dem 26.10.2026 auf der Website des Clubs.

Insgesamt vertreten künftig 15 Kreative die sieben regionalen Sektionen und acht Fachbereiche. Sprecher bleibt Burkhard Müller, CDO bei Mutabor, der damit in seine zweite Amtszeit geht und zugleich den Fachbereich Digitale Medien führt. Ausgeschieden sind Dörte Spengler-Ahrens, Sonja Pham, Claus Fischer und Sascha Hanke. Fünf Mitglieder sind neu:

Bereich Wer Hauptberuflich
Social Media (neu) Julius Winter Executive Creative Consultant, TikTok
Werbung Till Diestel Partner und CCO, Serviceplan Deutschland
Spatial Experience Nina Wiemer Head of Experiential Marketing, BSH Home Appliances
Editorial Sina Otto freie Creative Director und Type Designerin
Sektion Hamburg André Hennen Creative Lead und Partner

Eine Plattform sitzt jetzt im Präsidium#

Der ADC begründet den neuen Fachbereich mit dem kreativen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gewicht der Disziplin. Bemerkenswert ist weniger der Schritt selbst als die Besetzung: Den Bereich führt kein Agenturkreativer, sondern jemand, der für eine der Plattformen arbeitet, auf denen die Arbeiten laufen. Mit Nina Wiemer von BSH kommt zudem eine Stimme von der Markenseite dazu. Winter und Wiemer kommen damit aus Unternehmen statt aus Agenturen.

Für Agenturen mit starken Social-Arbeiten dürfte das zunächst ein Gewinn an Sichtbarkeit sein, weil ihre Disziplin im Club nicht mehr nur unter Digitale Medien oder Werbung mitläuft. Wer dort einreicht, sollte aber genau lesen, wie der Fachbereich seine Kategorien und Jurys schneidet, sobald der ADC die Ausschreibung für den nächsten Wettbewerb veröffentlicht: Ob Arbeiten von anderen Plattformen dort gleich behandelt werden, sagt die Meldung nicht.

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