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CMO of the Year 2026: Michael Schuld gewinnt mit Handel, Loyalität und Retail Media

Der Marketingchef von MediaMarktSaturn ist CMO of the Year 2026. Die Jury würdigt die Verbindung von Filiale, Online-Shop, Kundenprogramm und Retail Media.

Illustration: grauer Pfeiler als Preissymbol auf einem Sockel vor einem mintfarbenen Feld, daneben abstrakte Regale und Bildschirmrahmen
KI-Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Michael Schuld, Chief Commercial & Marketing Officer von MediaMarktSaturn, ist CMO of the Year 2026.
  • Die Auszeichnung wurde am 15. Oktober 2026 bei der CMO Award Night in München verliehen; eine 17-köpfige Jury entschied.
  • Das Loyalitätsprogramm von MediaMarktSaturn wuchs laut Veranstalter auf 43 Millionen Mitglieder, der Umsatz im ersten Halbjahr 2025/26 auf 13,1 Milliarden Euro.

43 Millionen Mitglieder hat das europaweite Kundenprogramm von MediaMarktSaturn inzwischen. Die Zahl steht in der Begründung, mit der Michael Schuld am 15. Oktober bei der CMO Award Night in München zum CMO of the Year 2026 gekürt wurde. Der Chief Commercial & Marketing Officer des Elektronikhändlers überzeugte eine Jury aus 17 Mitgliedern, wie der Veranstalter Serviceplan Group mitteilt.

Hinter der Zahl steckt der Teil von Schulds Arbeit, der für die Branche am meisten zählt: Kundendaten in großem Stil. Schuld verantwortet seit seinem Wechsel zu MediaMarktSaturn 2022 Marke, Marketing und Category Management. Laut Mitteilung bündelt er Mediaplanung und -strategie europaweit und baut das Retail-Media-Geschäft aus. Wie ernst der Händler das nimmt, zeigte Anfang Oktober die neue Retail-Media-Geschäftsführung, die Offsite-Kampagnen und Publisher-Partnerschaften vorantreiben soll.

Die übrigen Kennzahlen aus der Mitteilung beziehen sich auf das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26: 13,1 Milliarden Euro Umsatz bedeuten ein Plus von 4,0 Prozent; 28,5 Prozent davon liefen online, und der Net Promoter Score kam auf 62 Punkte. Kommunikativ steht der Claim „Let’s go!“, seit 2024 ist Jürgen Klopp internationaler Markenbotschafter.

Jurysprecher Sven Reinecke von der Universität St. Gallen nennt den Handel „die hohe Schule des Marketings“. Das ist mehr als ein Kompliment an einen Händler. Die Auszeichnung geht an einen Marketer, dessen Job zur Hälfte aus Vertrieb, Sortiment und Datengeschäft besteht. Wer als Medienhaus oder Agentur mit großen Händlern arbeitet, spricht künftig seltener mit einer reinen Werbeabteilung und häufiger mit jemandem, der Kundenprogramm, Mediabudget und Retail-Media-Inventar zugleich verantwortet.

Nominiert hat das Council des Preises mit rund 100 Marketingentscheiderinnen und -entscheidern aus der DACH-Region, die Shortlist bestimmte ein von HORIZONT berufenes Gremium. Ausgerichtet wird der Preis von der Serviceplan Group gemeinsam mit Partnern wie Ad Alliance, Amazon Ads und The Trade Desk; die Award Night fand zum dreizehnten Mal statt. Im Vorjahr ging der Titel erstmals an ein Duo: Yvonne Wutzler und Thorsten Mühl von Cosnova.

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