Schwecke übernimmt Retail Media bei MediaMarktSaturn: Offsite und Publisher rücken vor
Das Wichtigste in Kürze
- Carsten Schwecke übernimmt zum 1. November 2026 die Geschäftsführung der MediaMarktSaturn Marketing GmbH und führt sie gemeinsam mit CMO Michael Schuld.
- Er folgt auf Boris Prondzinski (Abschied Ende November) und Torsten Ahlers (Ende Januar 2027).
- Im Fokus stehen laut ADZINE und MEEDIA die Aktivierung eigener Kundendaten, Offsite-Media und das Publisher-Geschäft.
Carsten Schwecke übernimmt zum 1. November 2026 die Geschäftsführung der MediaMarktSaturn Marketing GmbH, in der die Gruppe ihre Retail-Media- und Partner-Marketing-Aktivitäten bündelt. Das berichten übereinstimmend ADZINE und MEEDIA. Er führt die Einheit gemeinsam mit Michael Schuld, dem Konzern-CMO, an den er berichtet.
Schwecke folgt auf die bisherige Doppelspitze: Boris Prondzinski verlässt das Unternehmen Ende November, Torsten Ahlers Ende Januar 2027 und begleitet bis dahin die Übergabe. Schwecke war zuvor bei RTL, wo seine Zeit im Zuge der Sky-Übernahme endete.
Weg vom reinen Händlerinventar#
Beide Medien beschreiben denselben Kurs: Mit dem Wechsel soll das Werbegeschäft breiter werden. Beide nennen dieselben Hebel: die eigenen Kundendaten besser nutzen, Werbung auch außerhalb der eigenen Kanäle verkaufen und mehr Publisher einbinden. Retail Media und Partner Marketing bleiben Bausteine, sind aber Teil einer größeren Wachstumsstrategie, wie der Konzern es nach MEEDIA formuliert.
Das passt zu einer Debatte, die der Markt gerade führt: Retail Media wächst schneller als der Digitalmarkt, doch die Preise bremsen. Wer Reichweite über die eigene Plattform hinaus verkaufen will, braucht Daten, die Werbungtreibende auch außerhalb des Shops nutzen können, und Partner, die dort Inventar liefern.
Ein Vermarkter aus dem Fernsehen im Händlergeschäft#
Dass ein Manager mit Erfahrung aus dem TV- und Verlagsgeschäft eine Handelsvermarktung übernimmt, zeigt, wohin sich die Kompetenzen verschieben. Retail Media verlangt heute Verkaufskraft gegenüber Markenartiklern, Kenntnis programmatischer Abläufe und Vertrauen auf Agenturseite. Ob die Strategie aufgeht, hängt weniger vom Titel an der Spitze ab als davon, ob Offsite-Angebote bei Agenturen als vergleichbar mit den bekannten Netzwerken gelten.
Welche Publisher-Partner dazukommen und wann daraus buchbare Produkte werden, steht in keinem der beiden Berichte.



