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Teads öffnet seinen Ad Manager für Koddi-Händler: Retail Media rückt in den Programmatic-Einkauf

Sponsored Product Ads aus Koddi-Netzwerken wie Wolt Ads sind per OpenRTB über Teads buchbar. Die Händler behalten Preise und Inventar in der Hand.

Das Wichtigste in Kürze

  • Teads und Koddi haben am 29. September 2026 eine weltweite Partnerschaft angekündigt, die Onsite-Retail-Inventar per OpenRTB im Teads Ad Manager buchbar macht.
  • Buchbar sind Sponsored Product Ads und Display-Platzierungen aus Koddi-Netzwerken in den USA und Europa, darunter Wolt Ads, Gopuff UK und Hopper.
  • Die Händler behalten laut Mitteilung die Kontrolle über Inventar, Preise und Qualitätsvorgaben.
  • Koddi hat seinen europäischen Hauptsitz in Düsseldorf und arbeitet in Deutschland mit Wolt Ads, berichtet ADZINE.
Inhalt
  1. Was ändert sich beim Einkauf?
  2. Wer bestimmt die Preise?
  3. Warum das in Deutschland zählt

Teads und Koddi haben am 29. September 2026 eine weltweite Partnerschaft angekündigt (Mitteilung von Teads): Werbetreibende können Sponsored Product Ads und Display-Platzierungen aus Händlernetzwerken, die auf Koddi laufen, direkt im Teads Ad Manager einkaufen. Die Technik dahinter ist OpenRTB, der Auktionsstandard des Programmatic-Handels. In Deutschland betrifft das zunächst Wolt Ads, mit dem Koddi hier laut ADZINE zusammenarbeitet.

Was ändert sich beim Einkauf?#

Bisher brauchte fast jede Verbindung zwischen einer Einkaufsplattform und einem Händlernetz eine eigene Schnittstelle. Über Koddi fällt das weg: Netzwerke auf der Plattform erreichen die Werbekunden von Teads, ohne dafür proprietäre Integrationen zu pflegen. Neben Wolt Ads nennt die Mitteilung Gopuff UK und Hopper. Wer bei Teads ohnehin Video- oder Display-Kampagnen plant, kann die Händlerflächen im selben Werkzeug mitbuchen. Justin Sparks, bei Teads für Retail und Commerce Media zuständig, will so Händler- und Markenbudgets über „dieselben Leitungen“ (the same pipes) laufen lassen.

Wer bestimmt die Preise?#

Weiter die Händler. Laut Teads behalten sie die Kontrolle über Inventar, Preise und Qualitätsvorgaben. Wolts Werbechefin Catalina Salazar beschreibt den Nutzen als „zusätzliche Nachfrage“ über die Plattform, die der Werbetreibende selbst gewählt hat.

Warum das in Deutschland zählt#

Koddi führt sein Europageschäft aus Düsseldorf, berichtet ADZINE. Teads begründet den Schritt mit einer Umfrage von IAB Europe: 51 Prozent der Einkäufer nennen die Zersplitterung der Retail-Media-Netze als Hürde, 53 Prozent fehlende Standards. Eine offene Anbindung adressiert genau das, aber nur den Einkauf. Deutsche Mediaagenturen sehen den wichtigsten Hebel woanders: Im Trendmonitor Retail Media 2026 des BVDW nennen sie den Zugang zu Händlerdaten (35 Prozent) und Transparenz (24 Prozent). Wie die Agenturen Wachstum und Preise sonst einschätzen, steht in unserer Auswertung des Trendmonitors.

Im Vorteil sind mittelgroße Netze wie Wolt Ads, die ohne eigene Vertriebsmannschaft an Markenbudgets kommen. Schwerer dürften es Händler haben, die ihre Flächen nur im eigenen Self-Service-Tool verkaufen: Ihr Inventar fehlt in den Plattformen, in denen Agenturen ihre Kampagnen ohnehin planen.

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