Roslansky verlässt Microsoft: LinkedIn-Chef Shapero berichtet jetzt direkt an Nadella
Das Wichtigste in Kürze
- Ryan Roslansky, Executive Vice President für LinkedIn und Microsoft 365, verlässt Microsoft; das gab der Konzern am 1. Oktober 2026 bekannt.
- Bis Jahresende bleibt Roslansky als Berater von Satya Nadella und unterstützt den Übergang.
- Dan Shapero bleibt CEO von LinkedIn und berichtet wie Mohak Shroff künftig direkt an Nadella.
- Die Office-Verantwortlichen Sumit Chauhan und Lan Ye berichten an Charles Lamanna.
Wer die nächste Phase führen wolle, müsse „jeden Tag in Vollzeit in Redmond“ sein, schreibt Ryan Roslansky in seiner Abschiedsnachricht. Der Executive Vice President für LinkedIn und Microsoft 365 verlässt Microsoft nach fast 18 Jahren. Der Konzern hat die Mails von Roslansky und Satya Nadella am 1. Oktober 2026 im offiziellen Microsoft-Blog veröffentlicht. Bis zum Jahresende bleibt Roslansky Berater Nadellas und begleitet den Übergang.
Wichtiger als der Abschied ist die neue Linie, die laut Nadella sofort gilt:
| Wer | berichtet künftig an |
|---|---|
| Dan Shapero, CEO von LinkedIn | Satya Nadella |
| Mohak Shroff, bleibt in seiner Rolle | Satya Nadella |
| Sumit Chauhan und Lan Ye | Charles Lamanna |
| Jon Friedman | Jacob Andreou |
Nadella begründet den Umbau mit Copilot, in das Office vollständig eingebettet werden soll und umgekehrt.
Roslansky war 2009 zu LinkedIn gekommen und führte das Netzwerk ab 2020 als CEO. Seitdem hat LinkedIn nach seinen Worten die Marke von einer Milliarde Mitgliedern überschritten und das Geschäft fast verdreifacht; Nadella nennt inzwischen 1,3 Milliarden Mitglieder.
Für Werbekunden bleibt die LinkedIn-Führung, die Nähe zu Copilot wächst#
Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz B2B-Kampagnen auf LinkedIn plant, behält dieselben Ansprechpartner an der Spitze. Das Werbegeschäft dürfte sich kurzfristig nicht ändern. Strategisch rückt die Plattform aber näher an Nadella heran, während Office in der Copilot-Organisation aufgeht. Bemerkenswert ist, dass Nadellas Mail für LinkedIn nur die bekannte Mission nennt und keine neue Produktlinie.
Wie begrenzt die Verzahnung zwischen LinkedIn und dem übrigen Microsoft-Werbegeschäft in Europa bisher ist, zeigt Microsoft Advertising: Die Nutzerdaten hinter den LinkedIn-Firmenlisten schließen den EWR, Großbritannien und die Schweiz aus. Ob die direkte Linie zu Nadella daran etwas ändert, wird sich zeigen, wenn Roslansky zum Jahresende endgültig geht und Microsoft die nächsten Produkte für Copilot und LinkedIn vorstellt.



