Microsoft Advertising koppelt sich an HubSpot, doch LinkedIn-Targeting lässt Europa aus
Das Wichtigste in Kürze
- Microsoft Advertising ist laut Microsoft (30.09.2026) in HubSpot live: CRM-Kontakte werden zu Zielgruppen, Klicks lassen sich Pipeline und Umsatz zuordnen.
- HubSpot verbindet nur einzelne Microsoft-Konten, keine Kundenkonten; Agenturen müssen jedes Konto getrennt anbinden.
- LinkedIn-Firmenlisten fassen jetzt bis zu 10.000 statt 1.000 Namen, die Nutzerdaten dahinter schließen den EWR, Großbritannien und die Schweiz aus.
- Optimierungsexperimente sind allgemein verfügbar; die SOAP-API endet am 31. Januar 2027.
Microsoft Advertising hat sich an das CRM-System HubSpot angeschlossen. Für Werbetreibende in Deutschland hat die Mitteilung vom 30.09.2026 einen Haken: Die Nutzerdaten hinter den LinkedIn-Firmenlisten im Profil-Targeting schließen Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz aus.
Die Anbindung soll CRM-Daten und Werbung zusammenführen. Kontakte aus HubSpot lassen sich als Zielgruppen in Microsoft Advertising nutzen, Leads aus Microsoft-Kampagnen können in HubSpot automatisch eine Folgeaktion auslösen, etwa die Zuweisung an einen Vertriebsmitarbeiter oder eine Nurture-Mail. Über die Verknüpfung von Klicks mit Kontakten und Deals zeigt HubSpot, welche Anzeigen Pipeline und Umsatz bringen (Microsoft Advertising).
Für Agenturen regelt die HubSpot-Hilfe eine Einschränkung: Verbunden werden können nur einzelne Microsoft-Advertising-Konten, keine übergeordneten Kundenkonten. Wer viele Konten betreut, muss jedes getrennt anbinden. Wer die Verbindung herstellt, braucht Super-Admin-Rechte im Microsoft-Konto und Veröffentlichungsrechte im HubSpot-Werbetool, in Organisationen mit Microsoft Entra zusätzlich die Freigabe der Administratoren (HubSpot, Stand 18.09.2026).
Die größere Liste hilft dem DACH-Raum kaum#
Gleichzeitig erweitert Microsoft die Firmenlisten für das LinkedIn-Profil-Targeting von 1.000 auf 10.000 Namen je Liste. Das erleichtert Account-Based Marketing, etwa mit 8.000 Zielunternehmen in einer Liste. Microsoft schreibt allerdings, dass die zugrunde liegenden Verbraucherdaten Nutzer im EWR, in Großbritannien und in der Schweiz ausschließen. Für deutsche, österreichische und Schweizer Zielkonten dürfte das Profil-Targeting deshalb kaum tragen, den CRM-Abgleich über HubSpot muss jeder Werbetreibende für sich prüfen: Wie er datenschutzrechtlich trägt, sagt die Mitteilung nicht.
Zudem sind Optimierungsexperimente für Search, Shopping, Audience und Performance Max allgemein verfügbar, mit A/B-Tests für Gebote, Targeting und Werbemittel. Für Steuerung per Schnittstelle hat Microsoft die Frist gestreckt: Neue Funktionen kommen bis zur Abschaltung der SOAP-API am 31. Januar 2027 sowohl für SOAP als auch für REST. Wer Tools an die API angebunden hat, sollte die Umstellung auf REST bis dahin planen.

