LinkedIn-Umfrage: Fast jeder zweite Marketer plant mehr Budget für KI-Auffindbarkeit

Das Wichtigste in Kürze
- LinkedIn hat von Censuswide 585 Marketingverantwortliche in Deutschland befragen lassen, zwischen dem 21. Juli und dem 6. August 2026.
- 47 Prozent planen höhere Ausgaben für Generative Engine Optimization und Answer Engine Optimization.
- 72 Prozent meinen, Käufer verließen sich eher auf das Urteil von Menschen als auf Inhalte aus der KI.
- Die Fragen zielen auf berufliche Netzwerke, also auf das Geschäft des Auftraggebers: 98 Prozent halten aktive Präsenz dort für wichtig.
Die Sichtbarkeit in KI-Antworten rückt in die Budgetplanung: In einer Umfrage von LinkedIn unter 585 Marketingverantwortlichen in Deutschland geben 47 Prozent an, mehr Geld für Generative Engine Optimization (GEO) und Answer Engine Optimization (AEO) ausgeben zu wollen. Die Ergebnisse hat LinkedIn am 8. Oktober 2026 veröffentlicht.
Hinter den Werten steckt ein Spagat. Auf der einen Seite soll die eigene Marke in den Antworten von Chatbots und KI-Suchen auftauchen. Auf der anderen halten 55 Prozent Inhalte von Fachleuten für überzeugender als klassische Kampagnen, und für 70 Prozent zählt die Glaubwürdigkeit einer Marke inzwischen mehr als ihre Sichtbarkeit. Konkret wollen 45 Prozent stärker in Inhalte von Mitarbeitenden, Creatorn und Thought-Leadern investieren, 39 Prozent mehr in Branchendiskussionen in Communities.
Durchgeführt hat die Befragung Censuswide im Auftrag von LinkedIn, zwischen dem 21. Juli und dem 6. August 2026. Ein Teil der Fragen kreist um das Geschäft des Auftraggebers: 98 Prozent halten eine aktive Beteiligung in professionellen Netzwerken angesichts von KI-Suche für wichtig, 71 Prozent sehen die Präsenz dort als wichtigen Faktor für die Glaubwürdigkeit. Barbara Wittmann, Country Managerin DACH bei LinkedIn, empfiehlt Unternehmen, ihre Präsenz in KI-Systemen daraufhin zu prüfen, ob Vertrauen und Glaubwürdigkeit im Vordergrund stehen.
Geld für GEO, aber noch ohne Maßstab#
Bemerkenswert ist die Zahl der Budget-Willigen vor allem deshalb, weil sich der Erfolg solcher Ausgaben bisher kaum messen lässt. Google weist in der Search Console zwar Impressionen in KI-Funktionen aus, die Wirkung bleibt aber offen. Vermarkter reagieren trotzdem schon mit eigenen Paketen, etwa IQ Digital mit GEO Vision.
Wer die Umfrage als Beleg für mehr LinkedIn-Präsenz liest, sollte die Fragestellung mitlesen: Ein Netzwerk, das Expertise-Inhalte verkauft, fragt Marketer, ob Expertise-Inhalte wichtiger werden. Unabhängige Zahlen, welche Quellen KI-Suchen tatsächlich zitieren, wären für die Budgetfrage aussagekräftiger als die Selbsteinschätzung von 585 Befragten.



