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GEO messen: Google zeigt Impressionen, die Wirkung bleibt offen

Die Search Console hat eigene Berichte für KI-Funktionen, ein Publicis-Media-Manager verlangt mehr: Wahrnehmung und Geschäftsnutzen. Wo Daten enden und Annahmen beginnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google kündigte am 03.06.2026 eigene Search-Console-Berichte für generative KI-Funktionen an, zunächst nur für eine Teilmenge der Websites.
  • Seit dem 24.09.2026 weist die Search Console weltweit auch Suchen per Bild aus, darunter Lens, Circle to Search und Chrome.
  • Die Google-Berichte zeigen Impressionen, Seiten, Länder, Geräte und Zeiträume, nicht aber, wie eine KI eine Marke darstellt.
  • Der Publicis-Media-Manager Marco Berghoff nennt drei Messebenen für GEO: Sichtbarkeit, Wahrnehmung und Geschäftsnutzen.
Inhalt
  1. Was Google liefert
  2. Was Werkzeuge und Agenturen ergänzen
  3. Die Lücke in der Mitte

Wer prüfen will, ob seine Marke in KI-Antworten vorkommt, bekommt inzwischen Daten von Google selbst und von spezialisierten Werkzeugen. Beide messen etwas anderes. Google zählt, wie oft eigene Seiten in KI-Funktionen erscheinen. Wie die KI eine Marke beschreibt und was das einbringt, sagt die Search Console nicht.

Was Google liefert#

Am 03.06.2026 kündigte Google eigene Berichte für generative KI-Funktionen in der Search Console an, getrennt für die Suche und für Discover (Google Search Central). Sie zeigen Impressionen, Seiten, Länder, Geräte (nur bei den Suchergebnissen) und Zeiträume von stündlich bis monatlich. Die Daten stecken weiterhin im Gesamtbericht. Zum Start gab es die Berichte nur für eine Teilmenge der Websites; ob sich das geändert hat, sagt der Eintrag vom 24.09.2026 nicht.

An diesem Tag ergänzte Google einen Filter für die multimodale Suche: Dazu zählen Anfragen über Lens, über Circle to Search unter Android, über hochgeladene Bilder und über die Chrome-Funktion zum Suchen per Rechtsklick auf ein Bild. Der Rollout läuft weltweit, die Daten lassen sich exportieren (Google Search Central). Wer die Änderung als Meldung nachlesen will, findet sie im Changelog.

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Eine Sonderbehandlung für KI-Funktionen verlangt Google nicht. In der Anleitung für Websiteinhaber heißt es, für die Aufnahme gälten keine zusätzlichen technischen Anforderungen und eine spezielle Optimierung sei nicht nötig; Seiten, die in den KI-Funktionen auftauchen, zählen im Leistungsbericht zum Suchtyp „Web“ (Google Search Central). Google selbst gibt an, Klicks aus Übersichten mit KI seien qualitativ besser, weil Nutzer länger auf der Seite blieben. Das ist eine Eigenangabe ohne Zahlen.

Was Werkzeuge und Agenturen ergänzen#

Bei der Frage, was GEO bringt, reicht das nicht. Marco Berghoff, Managing Partner bei Publicis Media, unterscheidet in einem Gastbeitrag für ADZINE am 30.09.2026 drei Ebenen (ADZINE):

Ebene Was gemessen wird Kennzahlen laut Berghoff
Sichtbarkeit Erscheint die Marke in den Antworten? Visibility Score, Share of Voice, Position in der Antwort
Wahrnehmung Mit welchen Eigenschaften wird sie verbunden? Perception, Sentiment
Geschäftsnutzen Kommen Besuche, Leads, Verkäufe an? AI Referral Traffic, Leads, Conversions

Die Definitionen unterscheiden sich nach Berghoff je Werkzeug, die Ergebnisse sind eine Momentaufnahme auf Basis eines zuvor gewählten Prompt-Sets. Den Einfluss einzelner Maßnahmen könne man nur begrenzt nachweisen. Berghoff verantwortet bei Publicis Media selbst Paid Search und GEO für Kunden, er hat also ein geschäftliches Interesse am Thema.

Die Lücke in der Mitte#

Die Search Console deckt nur die erste Ebene ab, und auch die nur für Google. Sie sagt, dass eine Seite in einer KI-Funktion angezeigt wurde, nicht, was dort über die Marke steht. Für Wahrnehmung und Geschäftsnutzen braucht es Stichproben über ein eigenes Prompt-Set und die Auswertung der Besuche aus KI-Systemen in der Webanalyse.

Sinnvoll dürfte ein Aufbau sein, der die kostenlosen Google-Daten als Basislinie nimmt, dort nach Ländern auf Deutschland, Österreich und die Schweiz filtert und ein Prompt-Werkzeug erst dazunimmt, wenn feststeht, welche Fragen zählen. Vergleichbar sind Werte ohnehin nur über die Zeit im selben Werkzeug. Einen Termin, ab dem alle Websites die KI-Berichte in der Search Console sehen, nennt Google bislang nicht.

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