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PR-Trendmonitor: Nicht die KI bremst die PR am stärksten, sondern die Informationsflut

56 Prozent der befragten Kommunikationsprofis sehen Informationsflut und sinkende Aufmerksamkeit als größte Hürde. KI-Zusammenfassungen nennen 20 Prozent.

Symbolbild: ein kleiner weißer Umschlag auf einem großen Berg unbeschrifteter Briefumschläge auf einem Bürotisch
KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Im PR-Trendmonitor von news aktuell und P.E.R. Agency nennen 56 Prozent von 302 Befragten Informationsflut und sinkende Aufmerksamkeit als größte Einschränkung der PR.
  • 46 Prozent sehen den Bedeutungsverlust klassischer Medien als Bremse, 20 Prozent KI-Zusammenfassungen etwa in Suchmaschinen.
  • Befragt wurden im Februar 2026 Kommunikationsprofis deutscher und Schweizer Unternehmen und Organisationen.

56 Prozent der befragten Kommunikationsprofis halten die Informationsflut und die sinkende Aufmerksamkeit für die größte Bremse ihrer Arbeit. Das zeigt der PR-Trendmonitor, den die dpa-Tochter news aktuell und die Kommunikationsagentur P.E.R. Agency am 14. Oktober veröffentlicht haben. KI-Zusammenfassungen landen weit dahinter.

Hinter der Spitze steht ein Strukturproblem, kein Technikproblem. Auf Platz zwei folgt mit 46 Prozent der Bedeutungsverlust klassischer Medien, also der Multiplikatoren, über die PR jahrzehntelang lief. 30 Prozent nennen den Vertrauensverlust in Medien und PR, 23 Prozent die Algorithmen der sozialen Netzwerke, 22 Prozent die Zersplitterung der Zielgruppen. Der seltener werdende persönliche Draht zu Journalistinnen und Journalisten kommt auf 19 Prozent.

Bemerkenswert ist, was kaum jemand fürchtet: Sponsored Content nennen 16 Prozent, Influencer und strenge Datenschutzregeln je 9 Prozent, die Abhängigkeit von wenigen Tech-Konzernen 10 Prozent. Nur 6 Prozent sehen gar keinen Einflussverlust. Jede befragte Person konnte bis zu drei Antworten wählen.

Gefragt wurde schon im Februar#

Online befragt wurden im Februar 2026 insgesamt 302 PR-Fach- und Führungskräfte deutscher und Schweizer Unternehmen und Organisationen. Wie sich der KI-Wert seither verändert hat, zeigt die Umfrage nicht. Andere Daten deuten auf wachsenden Druck: Im KI-Reifegrad-Report von BDZV und Retresco meldeten 38 Prozent der befragten Medienhäuser deutliche Reichweitenrückgänge. Fallen die Medien als Verstärker weg, trifft das die PR doppelt, und wer in KI-Antworten auftauchen will, muss Sichtbarkeit erst einmal messen können. Dazu kommt die Rolle des Absenders: news aktuell verbreitet über ots und Presseportal selbst Pressemitteilungen, eine Umfrage über die Wirkung der PR ist für den Dienstleister auch Standortbestimmung des eigenen Geschäfts.

Kommunikationschefs, die ihre Budgets vor allem gegen KI-Risiken verteidigen, setzen deshalb womöglich an der falschen Stelle an: Die Mehrheit der Befragten sieht das größere Problem darin, überhaupt noch wahrgenommen zu werden.

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