Impact-Studie: Vorstände schätzen die Kommunikation, KPI-Belege sehen nur 14 Prozent

Das Wichtigste in Kürze
- Laut IMPACT-Studie 2026 der PER Group bewerten 41 Prozent der Top-Manager den Beitrag der Unternehmenskommunikation als hoch oder sehr hoch.
- Nur 14 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer wurde dieser Beitrag in KPIs nachgewiesen; für die IT nennen 52 Prozent harte Zahlen, für das Marketing 39 Prozent.
- 75 Prozent der Kommunikationsleiter halten ihre Daten für sehr gut oder ausgezeichnet, 56 Prozent sehen den Bruch zwischen Strategieumsetzung und Erfolgskontrolle.
- Die Online-Befragung umfasst 300 Führungskräfte aus DACH-Unternehmen ab 500 Beschäftigten.
Nur 14 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer haben den Beitrag ihrer Unternehmenskommunikation schon einmal in KPIs belegt bekommen. Das steht in der IMPACT-Studie 2026 der Hamburger PER Group, die am 08.10.2026 erschien. Gleichzeitig halten 41 Prozent der befragten Top-Manager diesen Beitrag für hoch oder sehr hoch. Das Ansehen der PR-Abteilungen ruht damit eher auf Vertrauen als auf Zahlen.
An den Daten liegt es nach Darstellung der Studie nicht. 75 Prozent der Kommunikationsleiter stellen ihren Daten bei Menge und Güte ein sehr gutes oder ausgezeichnetes Zeugnis aus, 74 Prozent sagen von sich, sie könnten bei mindestens 60 Prozent ihrer Aktivitäten die Wirkung belegen. Gemessen wird also durchaus, nur offenbar das Falsche: „Viele Kommunikationsabteilungen messen erfolgreich Effekte und nicht ihren Impact“, sagt PER-Geschäftsführer Roland Heintze. 56 Prozent der Kommunikationsleiter verorten den Bruch dort, wo aus der umgesetzten Strategie eine Erfolgskontrolle werden müsste.
Marketing hat dasselbe Problem, nur kleiner#
Andere Bereiche liefern den Chefs mehr. Von den harten Zahlen der IT sind 52 Prozent der Top-Manager überzeugt, von denen des Marketings 39 Prozent. Auch das ist keine Mehrheit. Was die Führungsetagen stattdessen sehen wollen, ist eindeutig: zuerst den Return on Investment, danach einen höheren Unternehmenswert und mehr Gewinn.
Online befragt wurden 300 Personen in Häusern ab 500 Beschäftigten, verteilt auf Deutschland, Österreich und die Schweiz: 100 aus Vorstand und Geschäftsführung, 200 aus Marketing und Unternehmenskommunikation. Lesen sollte man die Ergebnisse mit Blick auf den Absender. Die frühere Faktenkontor-Agenturgruppe tritt erst seit dem 07.09.2026 als PER Group auf und wirbt seither mit Kommunikation, die messbar auf die Ziele der Kunden einzahlen soll. Eine frühere PER-Mitteilung vom 16.09.2026 meldete einen verwandten Befund: Nur in 24 Prozent der Unternehmen sitzt das PR-Team mit am Strategietisch.
Der Druck auf die Budgets ist real, auch auf der Agenturseite. Im GWA-Whitepaper wollten 80 Prozent der befragten Unternehmen künftig mehr Marketingleistungen inhouse erbringen. Wer in den nächsten Budgetrunden nicht auf Kürzungen warten will, sollte den Wertbeitrag der Kommunikation in genau den Kennzahlen zeigen, nach denen Vorstände fragen, und Reichweite nur noch als Zwischenschritt berichten.



