Ströers „The Lighthouse“ läuft: Penny holt Kunden per App, Hyundai setzt auf 3D
Das Wichtigste in Kürze
- Ströer und Blow Up Media betreiben seit dem 1. Oktober „The Lighthouse“ am Hamburger Spielbudenplatz, laut ADZINE mehr als 530 Quadratmeter LED-Architektur.
- Erste Werbekunden sind Penny und Hyundai, ihre Kampagnen wechseln sich im Stundentakt ab.
- Penny verknüpft die Fläche mit App-Coupons für einen nahen Markt, Hyundai inszeniert den Deutschlandstart des Ioniq 3 in 3D.
- Angekündigt war der Start für Mitte September; der größte einzelne DOOH-Screen bleibt laut ADZINE „The Whale“ im Hauptbahnhof.
Am Hamburger Spielbudenplatz läuft seit dem 1. Oktober „The Lighthouse“ im Regelbetrieb, wie ADZINE berichtet. Ströer und seine Tochter Blow Up Media vermarkten dort mehr als 530 Quadratmeter LED-Architektur. Die ersten Kunden sind Penny und Hyundai, deren Motive sich stündlich abwechseln, und sie nutzen die Fläche auf denkbar unterschiedliche Weise.
Zur Installation gehören laut ADZINE drei großformatige Screens in hoher Auflösung, über 300 Quadratmeter digitale Ambient-Architektur und eine abgerundete Ecke, auf der anamorphe 3D-Effekte möglich sind. Angekündigt hatte Ströer das Projekt im Juli und den Start damals für Mitte September geplant; live ging es Anfang Oktober. Den Titel des größten einzelnen DOOH-Screens in Deutschland behält „The Whale“ im Hamburger Hauptbahnhof mit 342 Quadratmetern. Der Vermarkter selbst spricht beim Lighthouse vom ersten „immersiven DOOH-Screen“ des Landes.
Penny macht die Fläche messbar, Hyundai setzt auf Wirkung#
Penny lässt auf den Screens eine riesige Möwe nach Coupons jagen. Wer den QR-Code scannt, aktiviert den Gutschein in der Penny-App und löst ihn im Kiez-Markt ein, der etwa 250 Meter entfernt liegt. Hyundai dagegen inszeniert den Deutschlandstart des Elektroautos Ioniq 3: Eine Anzeige lädt sich auf, am Ende scheint der Wagen aus dem Bild zu fahren.
Für Vermarkter von Landmarken-Screens ist der Unterschied mehr als Geschmack. Eine 3D-Inszenierung wie die von Hyundai verkauft Aufmerksamkeit und Bilder für Social Media, ihr Beitrag lässt sich vom Rest der Launch-Kampagne aber kaum trennen. Pennys Mechanik verbindet Screen, App und Filiale; aktivierte und eingelöste Coupons sind Daten, die der Händler selbst erhebt. Solche Belege dürften für die Preise von Ikonen-Flächen künftig mehr zählen als Quadratmeterangaben, gerade wenn Händler ihre Budgets zwischen Außenwerbung und eigenen Retail-Media-Kanälen aufteilen.
Zahlen zu Scans oder Einlösungen nennt der Bericht nicht. Erst solche Quoten würden zeigen, ob eine Landmarke am Kiez mehr leistet als ein schöner Clip.



