Plan.Net holt Arnd Schulte-Hense von DEPT: Delivery wird zum Wettbewerbsfaktor

Das Wichtigste in Kürze
- Arnd Schulte-Hense ist seit dem 1. September 2026 Managing Director Operations & Delivery der Plan.Net Group und berichtet an CEO Christian Schmitz.
- Er soll eine KI-orientierte Delivery-Organisation aufbauen: standardisierte Prozesse, mehr Automatisierung und verzahnte Onshore-, Nearshore- und Offshore-Teams.
- Zuvor war er bei DEPT Vice President of Delivery & Partner im DACH-Raum.
- Das Modell soll perspektivisch auf Plan.Net International ausgeweitet werden.
Die Plan.Net Group bekommt eine zentrale Zuständigkeit für die Umsetzung ihrer Kundenprojekte: Arnd Schulte-Hense ist seit dem 1. September 2026 Managing Director Operations & Delivery, wie die Tochter der Serviceplan Group am 8. Oktober 2026 in ihrem Newsroom mitteilt. Er berichtet an CEO Christian Schmitz.
Sein bisheriger Arbeitgeber ist DEPT, ein internationales Agenturnetz mit rund 4.000 Beschäftigten. Zuletzt war er dort Vice President of Delivery & Partner und für Experience und Engineering im DACH-Raum zuständig, vorher Vice President of Clients & Partner.
Der Auftrag ist größer als ein Organigramm-Kästchen. Schulte-Hense soll eine Delivery-Organisation aufbauen, die „AI-first“ ausgerichtet ist: Prozesse und Schnittstellen sollen einheitlicher werden, mehr Schritte automatisch laufen, Daten die Steuerung übernehmen. Dazu kommt die Verzahnung von Teams onshore, nearshore und offshore. Perspektivisch soll das Modell auch bei Plan.Net International greifen.
Die Umsetzung rückt in den Wettbewerb#
Bemerkenswert ist, wohin Plan.Net damit den Blick lenkt. Agenturen verkaufen sich gern über Ideen; hier geht es um die Frage, wie zuverlässig und günstig sie diese Ideen liefern. Das passt zu einer Verschiebung, die das GWA-Whitepaper im September gezeigt hat: 80 Prozent der befragten CEOs und CMOs wollen künftig mehr selbst machen, an dritter Stelle nennen sie die Produktion von Werbemitteln. Wer als Agentur in diesem Feld bleiben will, muss schneller und billiger umsetzen, als es ein Inhouse-Team kann. Automatisierung und Teams in günstigeren Ländern sind dafür die naheliegenden Hebel, auch wenn die Mitteilung keine Zahlen zu Standorten oder Stellen nennt.
Schmitz formuliert den Anspruch selbst: „Delivery-Fähigkeit“ werde heute „zum Wettbewerbsfaktor“. Ob Kunden das auf der Rechnung merken, wird die eigentliche Probe für das neue Modell.



