Media-Analyse 2026 I: Digitale Angebote heben Österreichs Tageszeitungen auf 60,6 Prozent
Das Wichtigste in Kürze
- Die Media-Analyse 2026 I weist für alle österreichischen Tageszeitungen eine Print-Reichweite von 50,0 Prozent aus, mit Web, App und Newsletter (CMR+) 60,6 Prozent, wie medianet berichtet.
- Die Kronen Zeitung führt mit 20,6 Prozent im Print und 26,6 Prozent im CMR+.
- Der Standard kommt im Print auf 6,8 Prozent, im CMR+ auf 11,8 Prozent; oe24 steigt von 5,6 auf 10,0 Prozent.
Die österreichischen Tageszeitungen erreichen mit ihren gedruckten Ausgaben die Hälfte der Bevölkerung, mit ihren digitalen Angeboten deutlich mehr. Laut Media-Analyse 2026 I liegt die Print-Reichweite aller Tageszeitungen zusammen bei 50,0 Prozent. Zählt man Web, App und Newsletter im Cross-Media-Reach+ (CMR+) hinzu, sind es 60,6 Prozent, wie medianet berichtet.
An der Spitze bleibt die Kronen Zeitung mit 20,6 Prozent im Print und 26,6 Prozent im CMR+. Dahinter folgen im Print die Gratiszeitung Heute mit 8,9 Prozent, die Kleine Zeitung mit 8,5 Prozent und der Standard mit 6,8 Prozent. Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen hat die Ausgabe am 15. Oktober vorgelegt; sie stützt sich auf 16.016 gewichtete Interviews aus 24 Monaten, von Juli 2024 bis Juni 2026.
Für Planer zählt die digitale Verlängerung#
Interessant für die Mediaplanung ist, wer im CMR+ zulegt. Der Standard kommt dort laut medianet auf 11,8 Prozent und liegt damit fast gleichauf mit Heute (13,6 Prozent). oe24 erreicht im CMR+ 10,0 Prozent nach 5,6 Prozent im Print, der Kurier 9,3 Prozent. Titel mit starkem Webangebot spielen ihre Reichweite also erst in der kanalübergreifenden Währung aus. Wer nur nach Print-Reichweite bucht, unterschätzt sie.
Österreichs Werbemarkt verschiebt sich ohnehin in diese Richtung: Bei den Werbegeldern der öffentlichen Hand legen Google und Meta zu, während Boulevardtitel verlieren. Für Vermarkter wird CMR+ damit zum wichtigeren Argument im Verkaufsgespräch als die gedruckte Auflage. Weil die Media-Analyse Interviews aus 24 Monaten bündelt, taugen die Werte allerdings nur bedingt für kurzfristige Vergleiche; die nächste Ausgabe wird zeigen, ob der digitale Vorsprung des Standard hält.



