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Holtzbrinck Media holt seinen CTO von Trusted Shops: Die Technik soll Zukäufe tragen

André Neubauer wird laut MEEDIA zum 1. Januar CTO von Holtzbrinck Media. Er soll eine Plattform bauen, auf der die neue Gruppe auch durch Zukäufe wachsen kann.

Illustration: drei Papierstapel auf einer gemeinsamen Sockelplatte, verbunden durch Leiterbahnen
KI-Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • André Neubauer wird laut MEEDIA zum 1. Januar Chief Technology Officer von Holtzbrinck Media; er kommt von Trusted Shops.
  • Er soll die Technik der Gruppe modernisieren und eine skalierbare Plattformarchitektur aufbauen, die auch Zukäufe ermöglicht.
  • Holtzbrinck Media bündelt zum Jahreswechsel Dieter von Holtzbrinck Medien, die Handelsblatt Media Group und die Tagesspiegel-Gruppe unter Andrea Wasmuth.

Holtzbrinck Media besetzt die Technikspitze mit einem Manager aus dem E-Commerce: André Neubauer wird zum 1. Januar Chief Technology Officer der neuen Mediengruppe, wie MEEDIA berichtet. Bei Trusted Shops verantwortete er bislang als Chief Technology & Product Officer Technik und Produkt. Seine Aufgabe ist mehr als Systempflege: Die Technik soll so gebaut werden, dass die Gruppe künftig auch durch Zukäufe wachsen kann.

Zum Jahreswechsel gehen drei Häuser in Holtzbrinck Media auf: die Handelsblatt Media Group, die Tagesspiegel-Gruppe und Dieter von Holtzbrinck Medien. Andrea Wasmuth ist Vorsitzende der Geschäftsführung der künftigen Gruppe; Dieter von Holtzbrinck hatte sie Anfang Juni mit der Neuaufstellung beauftragt. Neubauer soll laut MEEDIA die technische Infrastruktur modernisieren und eine skalierbare Plattformarchitektur aufbauen. Wasmuth nennt ihn einen „ausgewiesenen Experten im Bereich der digitalen Technologien“.

Seine früheren Stationen: Smava, ein Finanzdienstleister, der Optikhändler Mister Spex, die Deutsche Post DHL und ImmobilienScout24, jeweils in Technik-Führungsrollen. Ein Verlag taucht in dieser Aufzählung nicht auf.

Eine Plattform für Titel, die noch nicht zur Gruppe gehören#

Die Personalie verrät, wie Wasmuth wachsen will. Wer eine Plattform ausdrücklich für Zukäufe plant, rechnet damit, weitere Titel auf dieselbe Technik zu setzen. Laut kress will Holtzbrinck Media in Events, Communities, Verticals sowie digitale und KI-gestützte Produkte investieren und dafür „zusätzliche Stellen im mittleren zweistelligen Bereich“ schaffen. Für Vermarkter und Werbekunden ist das relevant: Die Häuser kommen aus getrennten Unternehmen, und erst eine gemeinsame Plattform macht gemeinsame Daten, Werbeformen und Zielgruppen über alle Titel möglich.

MEEDIA setzt hinter die Wahl allerdings ein Fragezeichen: Neubauer bringe viel Technik-, aber nicht unbedingt geballte Erfahrung aus der Medienbranche mit. Für Wasmuth dürfte gerade das der Grund für die Wahl gewesen sein: Gesucht war offenbar jemand, der Plattformen skaliert, nicht jemand, der Redaktionssysteme kennt.

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