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Schweiz: Ein Drittel sieht Medieninhalte regelmäßig auf Social Media

Die WEMF misst in der MACH Strategy erstmals, wer Medienangebote und Influencer auf Plattformen wahrnimmt. Für Vermarkter ist das neue Planungswährung.

Symbolbild: drei Smartphones mit dunklen Bildschirmen neben einer gefalteten Zeitung und einem Kaffeebecher auf einem hellen Tisch
Symbolbild: Medien auf dem HandyKI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut der Intermediastudie MACH Strategy der WEMF nimmt ein Drittel der Schweizer Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens mehrmals pro Woche Inhalte von Medienangeboten in sozialen Netzwerken wahr.
  • Inhalte von Influencern und Content Creators beachtet knapp ein Viertel; soziale Netzwerke insgesamt nutzen 70 Prozent mehrmals pro Woche.
  • Beide Kennzahlen weist die Studie zum ersten Mal aus, Vergleichswerte aus früheren Jahren fehlen deshalb.

Medienangebote erreichen in der Schweiz auf Instagram, YouTube und Co. ein Drittel der Bevölkerung, und das inzwischen messbar. Die WEMF AG für Werbemedienforschung hat ihre Intermediastudie MACH Strategy um zwei Kennzahlen erweitert und am 29.10.2026 die ersten Werte veröffentlicht: Wie viele Menschen ab 14 Jahren Inhalte von Medienangeboten in sozialen Netzwerken regelmäßig wahrnehmen, und wie viele das bei Influencern und Content Creators tun.

Bei Influencern und Content Creators ist es knapp ein Viertel. Gezählt hat die WEMF 14 Plattformen, von BeReal und Bluesky über LinkedIn und Reddit bis Xing und YouTube. Wie persönlich.com aus der Mitteilung berichtet, stammen die Werte aus Angaben von 30’375 Befragten, also aus Selbstauskunft. Bei den 20- bis 29-Jährigen nehmen demnach 52,4 Prozent regelmäßig Medieninhalte auf den Plattformen wahr.

Was die Zahl wert ist, zeigt sich erst im Zusammenspiel mit dem Geld. Nach dem Jahrbuch des fög nahmen Suchmaschinen, Social Media und YouTube in der Schweiz 2025 schon mehr Werbegeld ein als alle Medien zusammen. Die Reichweite der Verlage auf fremden Plattformen ist also da, das Werbegeld dürfte trotzdem überwiegend bei den Plattformen landen. Mit einer Kennzahl in der Planungsstudie der Mediaagenturen können Vermarkter diese Kontakte künftig wenigstens ausweisen, und Werbetreibende können Influencer-Budgets gegen dieselbe Datenbasis halten. Frühere Vergleichswerte fehlen, weil die WEMF beide Werte zum ersten Mal ausweist.

Mediaplaner, die 20- bis 29-Jährige über Medienmarken erreichen wollen, sollten die Plattform-Kontakte der Verlage deshalb mitplanen: Gut die Hälfte dieser Altersgruppe trifft sie dort, auf Werbeplätzen, die die Verlage nicht selbst vermarkten.

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