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Pinterest öffnet sich für DSP-Einkäufer, aber nicht in Europa

Pinterest verkauft Display- und Video-Inventar jetzt über Magnite und DSPs von Amazon, Google und Yahoo. Verfügbar ist das nur in Amerika und Asien-Pazifik.

Symbolbild: Pinnwand mit Stoffmustern und Farbkarten, verbunden per Kabel mit einem zugeklappten Laptop
Symbolbild: Inspiration trifft EinkaufssystemKI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Pinterest bietet seit dem 26.10.2026 Programmatic Deals an: Display- und Video-Inventar lässt sich über SSP- und DSP-Partner zusammen mit anderen Kampagnen einkaufen.
  • Magnite ist der wichtigste Partner auf der Verkaufsseite, gebucht wird unter anderem über Amazon Ads DVA+, Google Display & Video 360 und Yahoo DSP.
  • Verfügbar sind die Deals in Nordamerika, Südamerika und Asien-Pazifik; Europa nennt Pinterest nicht.

15 Prozent mehr Reichweite bei nur einem Prozent Überschneidung der Zielgruppen: Mit diesem Testfall der Kosmetikmarke Moroccanoil wirbt Pinterest für ein Angebot, das es auf der Plattform bisher nicht gab. Seit dem 26.10.2026 verkauft die Plattform ausgewählte Display- und Video-Werbeplätze als Programmatic Deals, buchbar über die Systeme, mit denen Agenturen ohnehin planen und einkaufen. Für deutsche Einkäufer hat die Sache einen Haken: Pinterest nennt als Märkte nur Nordamerika, Südamerika und Asien-Pazifik.

Wichtigster Partner auf der Verkaufsseite ist Magnite. In Lateinamerika und Asien-Pazifik arbeitet Pinterest zusätzlich mit Google Ad Manager. Einkaufen lässt sich das Inventar unter anderem über Amazon Ads DVA+, Google Display & Video 360, Yahoo DSP und DeepIntent. Pinterest hängt zudem an Magnite Orchestration, einer Ebene, über die KI-Agenten von Käufern und Verkäufern Inventar finden, bündeln und buchen sollen. Verantwortlich ist Jason Fairchild, Chef von tvScientific, das Pinterest im Februar übernommen hat, wie Marketing Dive berichtet.

MEEDIA ordnet den Schritt als Abkehr von einer alten Linie ein: Bisher habe Pinterest darauf bestanden, dass Kampagnen auf die Eigenheiten der Plattform zugeschnitten sein müssen. Das Argument für die Öffnung liefert Pinterest selbst mit: 640 Millionen monatlich aktive Nutzer und mehr als 80 Milliarden Suchen im Monat, von denen nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte kommerziell ist. Wer dieses Kaufinteresse nur über den eigenen Anzeigenmanager verkauft, lässt die Budgets liegen, die Agenturen zentral über DSPs steuern.

Bei den neuen Suchformaten war Europa von Anfang an dabei: Die Visual Search Ads kündigte Pinterest im September als Beta für alle seine Werbemärkte an, wie im Adwoche-Changelog vermerkt. Bei den Programmatic Deals fehlt dagegen jede Angabe zu einem Termin für Europa. Wer Pinterest hierzulande buchen will, bucht vorerst weiter direkt bei der Plattform.

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