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WPP wächst in Deutschland wieder, die Kreation zieht den Konzern ins Minus

WPP meldet für das dritte Quartal 2,1 Prozent weniger Nettoumsatz. Deutschland legt um 2,4 Prozent zu, WPP Media wächst wieder, WPP Creative verliert 5,1 Prozent.

Abstrakte weiße Wellenform mit gelochter Oberfläche, Visual von WPP
Visual aus WPPs Quartalsmeldung zum dritten Quartal 2026Foto: WPP

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Nettoumsatz von WPP (Umsatz ohne durchgereichte Kosten) sank im dritten Quartal 2026 auf 2,411 Milliarden Pfund, bereinigt um 2,1 Prozent.
  • Deutschland wuchs im Quartal um 2,4 Prozent, während alle vier Weltregionen des Konzerns im Minus lagen.
  • WPP Media legte um 0,3 Prozent zu, WPP Production um 2,5 Prozent; WPP Creative verlor 5,1 Prozent.
  • Für das vierte Quartal erwartet WPP weiter einen Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich, am besseren Ende dieser Spanne.

Deutschland ist im Quartalsbericht von WPP die Ausnahme. Während der Nettoumsatz des Konzerns im dritten Quartal 2026 bereinigt um 2,1 Prozent auf 2,411 Milliarden Pfund sank, legte das Geschäft hierzulande um 2,4 Prozent zu. Das steht im Trading Update, das die Holding am 29.10.2026 veröffentlicht hat. Gemessen wird dabei der Umsatz ohne durchgereichte Kosten, also das, was den Agenturen tatsächlich bleibt.

Hinter der Zahl steht vor allem das Mediageschäft. WPP Media kehrte ins Plus zurück, wenn auch nur mit 0,3 Prozent; im zweiten Quartal lag die Sparte noch 2,8 Prozent im Minus. WPP Production kam auf 2,5 Prozent Plus. Die Kreation dagegen, deren Chef Jon Cook WPP verlässt, verlor 5,1 Prozent und schnitt damit schlechter ab als im Vorquartal. Nach Angaben von WPP liegen die Verluste bei den integrierten Kreativagenturen, PR und Design wachsen. Der Gesamtumsatz einschließlich durchgereichter Kosten stieg leicht um 0,5 Prozent auf 3,274 Milliarden Pfund.

Regional ist das Bild trüb. Alle vier Weltregionen schrumpften, Europa, Nahost und Afrika um 1,7 Prozent, Großbritannien um 1,2 Prozent, Nahost und Afrika allein sogar um 12,4 Prozent. Die 25 größten Kunden gaben 2,7 Prozent weniger aus als vor einem Jahr. Konzernchefin Cindy Rose sieht WPP trotzdem auf Kurs mit ihrem Umbauplan Elevate28 und verweist auf verteidigte Etats wie den globalen Media-Etat von Coca-Cola außerhalb Nordamerikas, Japans und Südkoreas. Für das vierte Quartal erwartet WPP weiter einen Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich, eher am besseren Ende. Wer den Umbau finanziell weiterführt, ist offen: Finanzchefin Joanne Wilson wechselt zu Diageo.

Für den deutschen Markt verteilt das Quartal die Rollen klar. Gewinner sind die Mediaeinheiten und die Produktion, die Kunden halten und neue Etats anlaufen lassen. Verlierer bleibt die klassische Kreation, deren Netzwerke weiter auf den Zuwachs warten, den das Mediageschäft schon meldet.

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