Madsack setzt einen Vermarkter an die Spitze von radio.de: Frank Bachér folgt auf Katja Ostrowsky

Das Wichtigste in Kürze
- Frank Bachér übernimmt am 1. November 2026 die Geschäftsführung von radio.de, dem Webradio- und Podcast-Dienst der Madsack Mediengruppe.
- Er folgt auf Katja Ostrowsky, die das Unternehmen nach zehn Jahren verlässt.
- Bachér arbeitete unter anderem bei RMS Radio Marketing Service und eBay Advertising und leitete zuletzt die Werbevermarktung der Mediengruppe Oberfranken.
„Attraktive und wirkungsvolle Plattform für Werbekunden“: Mit diesem Ziel tritt Frank Bachér bei radio.de an. Die Madsack Mediengruppe hat am 22. Oktober bekanntgegeben, dass er die Geschäftsführung ihres Webradio- und Podcast-Dienstes zum 1. November 2026 übernimmt. Bachér folgt auf Katja Ostrowsky, die radio.de nach zehn Jahren verlässt.
Der Lebenslauf erklärt die Wahl. Bachér kommt aus der Vermarktung: Er war in leitenden Positionen bei RMS Radio Marketing Service, Julep Media, InteractiveMedia und eBay Advertising, zuletzt leitete er die Werbevermarktung der Mediengruppe Oberfranken. Madsack-COO Bernd Hellermann nennt als Auftrag, radio.de weiterzuentwickeln und neue Wachstumschancen im digitalen Audiomarkt zu erschließen. Die Pressemitteilung spricht vom Ausbau der Vermarktungs-, Produkt- und Datenkompetenz.
Ostrowsky hinterlässt einen Dienst, den sie laut Madsack über internationale Reichweite und Vermarktung sowie neue B2B- und Abo-Erlöse dauerhaft profitabel gemacht hat. Neben radio.de gehören die Marken radio.net und GetPodcast dazu, der Dienst ist in mehr als 20 Sprachen verfügbar.
Bemerkenswert ist die Reihenfolge der Prioritäten. Nach einer Phase, in der Abos und Geschäftskunden das Wachstum getragen haben, setzt Madsack nun einen Vermarktungsmann an die Spitze. Für Audio-Vermarkter und Mediaagenturen heißt das: Ein Aggregator mit Zugang zu 60.000 Sendern und über zwei Millionen Podcasts will bei Werbebudgets stärker mitreden, als Plattform zwischen den Sendern und ihren eigenen Vermarktern.
„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team neue Impulse zu setzen“, sagt Bachér. Welche Werbeformen radio.de anbieten wird, ist damit noch nicht beantwortet; die ersten Angebote nach dem 1. November werden zeigen, ob der Dienst den Sendervermarktern Konkurrenz macht oder ihnen zuarbeitet.



