ARD Media lässt Werbekunden die nationale Radio-Kombi selbst bauen

ARD Media gibt die Zusammenstellung der nationalen Radio-Kombi aus der Hand. Mit der Flex-Kombi wählen Werbungtreibende und Mediaagenturen ab dem 1. Oktober 2026 selbst aus, auf welchen Sendern ihr Spot läuft, und bekommen trotzdem einen Kombivorteil. Bisher galt: feste Kombi oder Einzelbelegung.
Wie viel Auswahl gibt es wirklich?#
Zum Start stehen laut ARD Media 36 Sender in 31 Verkaufspaketen bereit, rechnerisch rund 2,15 Milliarden Kombinationen. Alle Angebote sind ma-ausgewiesen. Die Zahl klingt nach Programmatic, die Regeln bleiben klassisch: Eine Flex-Kombi braucht mindestens sechs Verkaufspakete von mindestens drei Medienunternehmen, belegt wird überall gleich, also dieselben Tage, Stunden, Frequenz und Spotlänge. Buchbar sind Montag bis Samstag zwischen 6 und 18 Uhr.
Was kostet die eigene Auswahl?#
Einen festen Rabatt nennt ARD Media nicht. Der Kombivorteil ergibt sich aus der jeweiligen Senderauswahl und gilt dann für die ganze Kombi. Agenturvergütung und Jahresvereinbarungen bleiben, wie sie sind. Wer bisher regionale Vertriebsgebiete über Einzelsender nachbauen musste, kann das jetzt im Kombi-Rahmen versuchen.
Warum gerade jetzt?#
Die Flex-Kombi ist der zweite Umbau innerhalb einer Woche. Am 23.09.2026 hatte ARD Media Audionited angekündigt, das lineares Radio und digitales Audio ab Oktober in einer programmatischen Buchung zusammenführt. CEO Ralf Hape nennt die Flex-Kombi einen „Rollenwechsel – vom Anbieter fertiger Pakete zum Planungspartner“. Die Reichweite gibt ihm Rückendeckung: Die ARD MEDIA Deutschland-Kombi kam in der ma 2026 Audio II (Juli 2026) auf 26,105 Millionen Hörer am Tag.
Offen bleibt, wie groß der Preisvorteil einer frei gebauten Kombi im Vergleich zur Standard-Kombi ausfällt. Das zeigen erst die Angebote nach dem 1. Oktober, denn ARD Media verweist auf die Konditionen zum Buchungszeitpunkt.