Brame gliedert Media aus: Klea Media startet mit Sitz in Wien

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Brame AG hat ihr Paid-Media-Geschäft ausgegliedert; seit dem 1. November 2026 tritt es laut ADZINE als Klea Media auf.
- Klea Media hat den Hauptsitz in Wien und Standorte in Hamburg und Zürich, geführt von Phillip Fumolo als CEO.
- Die interaktiven Werbeformate laufen über ein Publisher-Netzwerk in zwölf europäischen Märkten; Deutschland ist hinter Österreich der zweitgrößte Markt.
- Mit Brame bleibt Klea über eine Reseller-Vereinbarung verbunden.
Der Schweizer Gamification-Anbieter Brame trennt sein Werbegeschäft von der Software. Aus der bisherigen Sparte Brame Media Solutions ist zum 1. November 2026 eine eigene Firma namens Klea Media geworden, wie ADZINE berichtet. Hauptsitz ist Wien, dazu kommen Hamburg und Zürich. Team, Technik und Kunden wechseln laut dem Bericht vollständig mit.
Klea vermarktet interaktive Display- und Videokampagnen, die Nutzer zum Mitspielen bringen sollen. Ausgespielt werden sie über ein Publisher-Netzwerk in zwölf europäischen Märkten, Werbetreibende bekommen nach Unternehmensangaben vertraglich garantierte Leistungswerte. Brame selbst bleibt beim Software-as-a-Service-Geschäft mit Gamification für Marketing, CRM und Loyalty. Verbunden bleiben beide über eine Reseller-Vereinbarung, sodass Klea die Software der früheren Mutter weiter verkaufen kann.
Geführt wird Klea von Phillip Fumolo, der schon Brame Media Solutions verantwortete. Für Deutschland bleibt Matthias Franzen zuständig: Er hatte den Posten als Commercial Director im Oktober übernommen und arbeitet von Hamburg aus. Deutschland ist nach Angaben von ADZINE inzwischen der zweitgrößte Markt des Media-Geschäfts, hinter Österreich.
Wer garantierte Leistung verkauft, braucht eigene Regeln#
Die Begründung für die Trennung ist nachvollziehbar. Eine Softwarefirma lebt von Lizenzen und Roadmaps, ein Vermarkter von Inventar, Einkaufskonditionen und Agenturbeziehungen. Wer Agenturen garantierte Leistungswerte verspricht, trägt Mengenrisiko und muss schnell über Preise entscheiden. In einem Konzern, dessen Kernprodukt Software ist, gerät das leicht ins Hintertreffen. Für Mediaplaner wird Klea damit ein Vermarkter wie andere Anbieter interaktiver Formate, der sich am Ende an Klickraten, Interaktionen und Preisen messen lassen muss, nicht an der Software dahinter.
„Solange beide unter einem Dach laufen, muss eines dem anderen folgen“, wird Fumolo bei ADZINE zitiert. Ab jetzt muss Klea beweisen, dass das Media-Geschäft auch ohne die Software als Zugpferd trägt.



