Instahelp zeigt Therapie ohne Klinikoptik: neue Marke aus Graz
Das Wichtigste in Kürze
- Die Online-Therapie-Plattform Instahelp hat gemeinsam mit Studio Furore eine neue Markenidentität vollständig ausgerollt.
- Logo, Typografie, Farbwelt, Fotografie und Illustration entstanden handgemacht in Graz.
- Das neue Logo stellt den garantierten Erstkontakt mit Psycholog:innen binnen 24 Stunden in den Mittelpunkt.
- Der Auftritt versteht sich als Gegenentwurf zur häufig cleanen Ästhetik im Gesundheitsbereich.
„Du musst dich nicht verstecken. Sei mutig, trau dich. Wir sind da.“ So fasst Nino Groß, Head of Brand & Communications bei Instahelp, den Anspruch des neuen Markenauftritts zusammen. Die Plattform für Online-Therapie und psychologische Beratung aus Graz hat ihn gemeinsam mit Studio Furore entwickelt und nach eigenen Angaben vom 30.09.2026 vollständig ausgerollt.
Der Auftritt ist, wie die Mitteilung selbst formuliert, „bunt, warm, lebendig und offen“ und damit ein Gegenentwurf zur oft cleanen, zurückhaltenden Ästhetik im Gesundheitsbereich. Designerin Marie Pierer, Mitgründerin von Studio Furore, brach dafür bewusst mit klassischen Health-Codes: Statt Distanz und Klinik will die Marke Nähe und Selbstbewusstsein ausstrahlen.
Im Zentrum des Logos steht ein Leistungsversprechen, kein Symbol: der garantierte Erstkontakt mit Psycholog:innen binnen 24 Stunden. Neu gestaltet wurden Logo, Schrift, Farben, Fotos und Illustrationen; entstanden ist alles in Graz, wie es heißt von Hand. Für die Bilder zeichnete Fotograf Kurt Bauer verantwortlich, die Illustrationen steuerte Elisabeth Krischner bei, das Set Design kam von Mattias Moretti. Das Shooting fand im Kai 36 in Graz statt.
Der Anlass ist die sogenannte Behandlungslücke: Nach OECD-Zahlen, auf die sich Instahelp beruft, gelangt nur ein Drittel der Menschen mit psychischen Problemen in westlichen Industrieländern tatsächlich in professionelle Behandlung. Groß, der im Januar zu Instahelp kam, leitete daraus den Markenauftrag ab: Psychische Gesundheit soll in der Gesellschaft sichtbarer werden.
Bemerkenswert ist, dass die Marke ein Verhalten adressiert statt ein Produkt: Wer zögert, soll durch Ton und Bild merken, dass der Schritt normal ist. Ob das Zögern tatsächlich sinkt, lässt sich von außen nicht prüfen. Instahelp nennt weder Kampagnenzeiträume noch Kennzahlen zur Wirkung. Das Thema bleibt damit eine Frage der Haltung.



