Finanzfluss holt Max Buder als Vermarktungschef und will ohne Investoren wachsen
Das Wichtigste in Kürze
- Laut kress wird Max Buder, bisher Chief Commercial Officer bei Ringier Medien Schweiz, Chief Commercial Officer von Finanzfluss und Teil der Geschäftsführung.
- Finanzfluss nennt mehr als drei Millionen Nutzer im Monat und will unabhängig von externem Kapital bleiben.
- Redaktion und Vermarktung bleiben nach Unternehmensangaben getrennt; Partner haben keinen Einfluss auf Inhalte und Vergleichsergebnisse.
- Als Anlass für neue Angebote nennt Buder den Start des Altersvorsorgedepots im Jahr 2027.
Finanzfluss bekommt einen Vermarktungschef aus dem Verlagsgeschäft: Max Buder, bisher kaufmännisch verantwortlich bei Ringier Medien Schweiz, wird nach Informationen von kress.de vom 1. Oktober 2026 Chief Commercial Officer der Berliner Finanzbildungsplattform und Teil der Geschäftsführung.
Gründer und Neuzugang#
Neben Buder führen die Gründer Thomas Kehl (Produktentwicklung) und Arno Krieger (Reichweite und Community) das Unternehmen, so kress. Buder soll das Wachstum „aus dem eigenen Geschäft heraus“ gestalten, vor allem über langfristige Partnerschaften, die zur Community passen.
Das Unternehmen betont dabei seine Unabhängigkeit. Finanzfluss ist nach eigenen Angaben ohne externes Kapital gewachsen und will das bleiben. Die Redaktion arbeite getrennt von der Vermarktung, Werbepartner könnten weder Inhalte noch Bewertungen oder Vergleiche beeinflussen, und selbst vertreibe das Unternehmen keine Finanzprodukte. Mehr als drei Millionen Menschen nutzen die Plattform laut Finanzfluss im Monat, langfristig sollen es zehn Millionen werden. Gegründet wurde das Unternehmen 2016, es hat 60 Mitarbeitende.
Warum 2027 der Stichtag ist#
Buder kommt aus der Verlagsvermarktung: 2024 übernahm er bei Ringier Medien Schweiz das kommerzielle Geschäft mit Schwerpunkt auf neuen Erlösmodellen und Partnerschaften. Genau dieses Profil ist hier gefragt, denn in der Finanzkommunikation sind Vermarktung und Glaubwürdigkeit eng gekoppelt. Wer Finanzprodukte erklärt und zugleich Partner bedient, muss belegen können, dass die Empfehlung nicht vom Werbekunden kommt.
Einen konkreten Anlass nennt Buder selbst: Zusammen mit Partnern will er Produkte entwickeln, die der Community echten Nutzen bringen, „gerade 2027“, wenn das Altersvorsorgedepot startet. Für Marken aus Banken, Versicherungen und Fintech ist das ein Signal, dass Finanzfluss die Kategorie erschließen will. Wie die Partnerschaften konkret aussehen und welche Formate dazugehören, nennt kress nicht.
Offen bleibt, wie sich der Anspruch in der Praxis belegen lässt: Eine Plattform, die auf Vergleichsergebnisse ihrer Partner verzichtet und trotzdem wächst, hat für Werbetreibende einen eigenen Wert. Sie muss ihn aber mit nachvollziehbaren Regeln unterlegen.

