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IAS und DoubleVerify messen ChatGPT Ads: Werbung im Chatbot bekommt Prüfdienste

IAS prüft Brand Safety im Pilot, DoubleVerify startet die Attribution und testet mit OpenAI die Umfeld-Eignung. Für Deutschland fehlen Angaben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Integral Ad Science (IAS) liefert unabhängige Messung von Brand Safety und Suitability für ChatGPT Ads, derzeit in einem geschlossenen Pilot mit ausgewählten Werbekunden.
  • DoubleVerify bindet ChatGPT Ads in seine Attribution über DV Rockerbox ein und entwickelt mit OpenAI einen Pilot zur Bewertung der Umfeld-Eignung.
  • Weight Watchers erreichte laut DoubleVerify mit ChatGPT Ads Kosten je Neukunde, die 15,3 % unter dem eigenen Richtwert lagen.
  • Zu Märkten nennen beide Mitteilungen nichts; ob die Messung in Deutschland verfügbar ist, ist offen.
Inhalt
  1. Was messen die beiden Anbieter genau?
  2. Wer kann die Messung schon nutzen?
  3. Was zeigen die ersten Zahlen?

Für Werbung in ChatGPT gibt es jetzt die Prüfinstanzen, die Mediaagenturen aus Social und CTV kennen. Am 5. Oktober 2026 haben die beiden großen Verifizierer Integral Ad Science (IAS) und DoubleVerify (DV) Messangebote für ChatGPT Ads angekündigt. IAS kümmert sich um Brand Safety und Suitability, DoubleVerify um Attribution und, gemeinsam mit OpenAI, um die Frage, ob ein Gesprächsumfeld zur Marke passt.

Was messen die beiden Anbieter genau?#

IAS zeigt Werbekunden, wie ChatGPT Ads gegenüber ihren Vorgaben zu Markensicherheit und Umfeld-Eignung abschneiden, gegliedert nach den Kategorien der eigenen IAS-Taxonomie. Das Unternehmen sieht sich als einen der ersten Messpartner für das Format. „Nachhaltiges Wachstum in der KI-Werbung hängt ganz von einer Grundlage aus digitalem Vertrauen ab“, sagt IAS-Chefin Lidiane Jones.

DoubleVerify setzt woanders an. Über DV Rockerbox lassen sich ChatGPT Ads als Kontaktpunkt neben die übrigen Kanäle legen, also mit Blick auf Conversions und Return on Ad Spend. Parallel bauen DV und OpenAI einen Pilot, in dem unabhängige Partner die Eignungsregeln in einer kontrollierten Testumgebung bewerten, ohne Zugriff auf private Unterhaltungen.

Wer kann die Messung schon nutzen?#

Nur zum Teil. Die Attribution hat DoubleVerify nach eigener Angabe gestartet, Werbekunden können ChatGPT Ads ab sofort in DV Rockerbox einbeziehen. Die IAS-Integration läuft dagegen in einem geschlossenen Pilot mit ausgewählten Werbekunden, eine breitere Verfügbarkeit soll folgen. Auch die DV-Bewertung der Umfelder ist ein Pilot. Märkte nennen beide Mitteilungen nicht; ob deutsche Werbekunden teilnehmen können, ist damit offen.

Was zeigen die ersten Zahlen?#

DoubleVerify liefert ein frühes Beispiel: Weight Watchers kam mit ChatGPT Ads laut der Mitteilung auf Kosten je Neukunde, die 15,3 % unter dem eigenen Richtwert lagen. Das ist ein Einzelfall aus dem Messzeitraum des Kunden, kein Marktwert. Er steht zudem im Kontrast zu einem Test von SE Ranking mit günstigen Klicks und kaum Registrierungen.

Warum das Umfeld hier schwieriger ist als im Feed, erklärt DV-Chef Mark Zagorski selbst: Was ein Nutzer fragt und wie die KI antwortet, verändere den Kontext laufend („context is dynamic“). Klassische Seitenlisten greifen da nicht.

Für Agenturen ändert sich damit die Verhandlungslage. Bisher bestand das Angebot rund um ChatGPT Ads vor allem aus Planung und Anbindung, etwa über die Partner Equativ und Adform oder die Attribution von AppsFlyer. Mit IAS und DoubleVerify kommen die Anbieter dazu, deren Berichte Werbekunden aus Display, Social und CTV kennen. Wer Budget für ChatGPT Ads freigibt, sollte bei OpenAI und den Verifizierern jetzt nachfragen, wann die Messung für Kampagnen in Deutschland geöffnet wird, und bis dahin die Umfeld-Kontrolle als offenen Punkt im Kampagnenbericht führen.

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