Followfood dreht die Netz-Werbung von Telekom, Vodafone und 1&1 um: „Kein Netz? Mega!“

Das Wichtigste in Kürze
- Followfood parodiert in drei Filmen die Werbung von 1&1, Telekom und Vodafone und kehrt deren Netzversprechen um: „Kein Netz kann auch was Gutes sein.“
- Gemeint ist selektiver Thunfischfang: Followfood nutzt für Thunfisch seit 2010 die Pole-and-Line-Methode mit Rute und Leine.
- Die Kampagne läuft ab dem 7. Oktober 2026 in Social Media und über Influencer-Kooperationen, dazu gibt es Printmotive und B2B-Maßnahmen.
Followfood nimmt die Netzwerbung der großen Mobilfunkanbieter auf die Schippe, wie HORIZONT berichtet. In drei Filmen, die an 1&1, Telekom und Vodafone erinnern, wird aus dem Albtraum „Kein Netz“ ein Produktversprechen.
Drei Marken, drei Farben, ein Presenter#
Die Kampagne entstand mit der Stammagentur TankTank. In jedem der drei Spots tritt ein Presenter in einem Setting auf, das an die Markenfarbe des jeweiligen Anbieters erinnert: Blau für 1&1, Magenta für die Telekom, Rot für Vodafone. Er verspricht die „No-Net-Garantie“, empfiehlt den „Wechsel zu keinem Netz“ und telefoniert mit einem Fischkonserven-Telefon. Am Ende steht der Satz „Kein Netz kann auch was Gutes sein.“
Der Reiz liegt in der Umkehrung: Wer die Mechanik der Netzspots kennt, versteht den Dreh sofort.
Worum es eigentlich geht#
Followfood meint selektiven Thunfischfang. Der Hersteller nutzt nach eigenen Angaben für seinen Thunfisch, den Echten Bonito, seit 2010 die Pole-and-Line-Methode: Jeder Fisch wird einzeln mit Rute und Leine gefangen, das soll den Beifang verringern. Auf seiner Website greift Followfood den Slogan „Kein Netz? Mega!“ auf und erklärt, dass bei seinem Thunfisch kein Netz genau das sei, was man wolle.
Eine gute Botschaft braucht keinen erhobenen Zeigefinger, um relevant zu sein.
Goldsworthy sagt laut HORIZONT, die Themen der Marke würden oft sehr ernst erzählt, hier wolle man mit Humor Aufmerksamkeit schaffen. Mitgründer und Geschäftsführer Jürg Knoll hofft, dass Menschen beim nächsten Thunfisch auf die Fangmethode achten.
Ausspielung und Vorgeschichte#
Zu sehen ist die Kampagne ab dem 7. Oktober 2026 in den sozialen Netzwerken, dazu kommen Influencer-Kooperationen, Printmotive und B2B-Maßnahmen. Einen Mediaetat oder Reichweitenziele nennt HORIZONT nicht.
Followfood fiel zuvor mit härteren Mitteln auf: 2019 täuschten Marke und Influencer Inscope21 den Verzehr eines Babydelfins vor, bevor der Prank aufgelöst wurde. Diesmal verzichtet die Marke auf einen Schockmoment. Ob der Humor über die Parodie hinaus trägt, entscheidet sich daran, ob die Zuschauer am Ende die Fangmethode im Kopf behalten und nicht nur den Telko-Gag.
Wer sich selbst ein Bild machen will: Der Film läuft auf dem YouTube-Kanal der Marke.



