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Streaming im September: ARD-Mediathek legt 16,1 Prozent zu, DAZN verdreifacht sich

Die AGF-Plattformwerte für September zeigen Sport und Reality als Treiber. Für die Planung zählt, dass Nutzungsvolumen und Nettoreichweite verschiedene Sieger haben.

Illustration: Bildschirme unterschiedlicher Größe an einer dunklen Wand, einer zeigt ein Fußballfeld, davor verschieden hohe Balken
KI-Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Die ARD-Mediathek kam im September laut AGF-Daten auf 106,2 Millionen gestreamte Stunden, 16,1 Prozent mehr als im August.
  • DAZN steigerte sein Nutzungsvolumen auf 14,6 Millionen gestreamte Stunden, Amazon bleibt mit Abstand vorn.
  • Bei den 14- bis 49-Jährigen hat RTL+ fast doppelt so viel Nutzungsvolumen wie Joyn, bei der Nettoreichweite liegt Joyn knapp vor RTL+.

Die ARD-Mediathek ist im September auf 106,2 Millionen gestreamte Stunden gekommen, ein Plus von 16,1 Prozent gegenüber August. Das zeigen die Plattformwerte der AGF Videoforschung, die DWDL ausgewertet hat. Den stärksten Sprung macht DAZN: Das Nutzungsvolumen des Sportstreamers hat sich mehr als verdreifacht.

Plattform Stunden gesamt ggü. August Stunden 14–49
Amazon 125.769.159 +1,3 % 89.298.984
ARD Mediathek 106.160.325 +16,1 % 31.325.880
ZDF Streamingportal 77.447.711 +0,8 % 21.162.645
RTL+ 64.556.408 +10,9 % 48.152.595
Joyn 47.060.605 +3,3 % 25.521.531
DAZN 14.569.895 +215,3 % 8.987.229

Quelle: AGF Videoforschung, AGF SCOPE, Zeitraum bis 30.09.2026, Vergleichswerte laut DWDL.

Die AGF weist diese Plattformwerte erst seit dem Sommer aus, Vergleiche reichen deshalb meist nur bis zum Vormonat. DAZN kam auf 14,6 Millionen gestreamte Stunden, hier dürfte die Champions League den Ausschlag gegeben haben, schreibt DWDL. Sport verschiebt Streaming-Reichweite also inzwischen von Monat zu Monat, ähnlich wie es Prime Video mit seinen Champions-League-Abenden vorgemacht hat. Das ZDF-Portal legte dagegen nur um 0,8 Prozent zu und liegt bei den 14- bis 49-Jährigen nur auf Platz 5.

Wer Stunden sammelt, ist nicht automatisch der mit den meisten Nutzern#

Für Mediaplaner lohnt der zweite Blick auf die Nettoreichweite. Hier erreicht Joyn mit 10,962 Millionen Menschen knapp mehr als RTL+ mit 10,601 Millionen, obwohl RTL+ bei den Jüngeren fast doppelt so viele Stunden sammelt. Für Planer ist das kein Detail. Joyn selbst nennt 11,0 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer im September, 26,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (Joyn-Mitteilung). Wer Reichweite kaufen will, landet damit bei einem anderen Anbieter als jemand, der Kontaktzeit im Umfeld langer Formate sucht.

Bei der ARD wuchs die kumulierte Nettoreichweite nur um 2,3 Prozent auf 26,161 Millionen; dieselben Menschen schauten also deutlich länger. Das ZDF verlor 5,2 Prozent und kommt auf 19,355 Millionen. Amazon liegt mit 18,920 Millionen nur noch knapp dahinter, die nächste Ausweisung entscheidet, ob der US-Konzern das zweite öffentlich-rechtliche Portal auch bei den Köpfen überholt.

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