Paramount und Warner sind Skydance: Wer vermarktet die deutschen Sender?
Das Wichtigste in Kürze
- Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. am 6. Oktober 2026 abgeschlossen, das gemeinsame Unternehmen heißt Skydance.
- Ynon Kreiz führt das operative Geschäft, David Ellison die Strategie; Skydance nennt Einsparungen von sechs Milliarden Dollar in drei Jahren.
- Nach DWDL kommen in Deutschland 18 Sender zusammen, vermarktet über Visoon, El Cartel Brothers und für HBO Max über die Ad Alliance.
- Offen ist laut DWDL, wie sich Skydance in der Vermarktung mittelfristig aufstellt.
Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. am 6. Oktober 2026 abgeschlossen, das gemeinsame Unternehmen heißt jetzt Skydance. Das berichten DWDL und HORIZONT. Für den deutschen Markt zählt weniger Hollywood als die Frage, wer die Sender des neuen Konzerns künftig verkauft.
Operativ führt Ynon Kreiz, bisher Chef des Spielzeugherstellers Mattel, die Geschäfte; David Ellison kümmert sich um die Strategie. Skydance beziffert die erwarteten Einsparungen auf sechs Milliarden Dollar in drei Jahren. Das Streaming mit Paramount+ und HBO Max übernimmt Casey Bloys, bisher HBO Max. Wie es mit den beiden Diensten weitergeht, wird laut DWDL in den USA entschieden.
Ein Portfolio, drei Wege in den Markt#
Hierzulande kommen laut DWDL 18 Sender zusammen, acht davon im Free-TV, darunter DMAX, TLC, Tele 5, MTV und Comedy Central. Verkauft werden sie bisher an drei Stellen:
| Angebot | Vermarkter | Konstruktion |
|---|---|---|
| Paramount-Sender, Paramount+, Pluto TV | Visoon | Joint Venture mit Axel Springer |
| Senderportfolio von Warner Bros. Discovery | El Cartel Brothers | Joint Venture mit RTLZWEI, Sitz München, aktiv ab dem Vermarktungsjahr 2026 |
| HBO Max | Ad Alliance | extern an RTL Deutschland vergeben |
Die Zuordnung stammt aus der DWDL-Übersicht vom 6. Oktober; zu HBO Max und der Ad Alliance berichtete MEEDIA im Oktober 2025 ebenso, zu El Cartel Brothers bestätigt die Kanzlei Baker McKenzie in einer Mitteilung vom 19. August 2025 Sitz und Start.
Werbungtreibende haben zunächst Mehraufwand ohne neues Angebot: Wer DMAX, MTV und HBO Max in einem Plan kombiniert, spricht mit drei Häusern. Wie sich Skydance in der Vermarktung mittelfristig aufstellt, ist laut DWDL offen. Ob die Wege gebündelt werden, dürfte auch an Axel Springer, RTLZWEI und RTL Deutschland hängen, die in den Konstruktionen sitzen. Wer aus den deutschen und europäischen Führungsteams bleibt, ist laut DWDL offen und dürfte dauern.
DWDL sieht die Fusion für das Programm gelassen: Die Senderlisten ergänzen sich, zusätzlicher Anpassungsdruck entstehe nicht. Die Unruhe sitzt also in der Vermarktung, und dort sind mit Axel Springer, RTLZWEI und der Ad Alliance von RTL Deutschland gleich drei Partner eingebunden.



