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Agenturpool des Bundes: Vier Schweizer Agenturen gewinnen, Aufträge gibt es nur im Wettbewerb

In Flagranti, Komet, Scholz & Friends Schweiz und Wirz gewinnen den Agenturpool 3.0 der Bundesverwaltung. Jeder Auftrag wird neu unter den vier ausgespielt.

Illustration: vier Schreibtische um einen Stapel versiegelter Umschläge, verbunden durch Pfeile
KI-Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Bundesamt für Bauten und Logistik hat den Agenturpool 3.0 an In Flagranti, Komet, Scholz & Friends Schweiz und die Wirz Group vergeben, wie persönlich.com berichtet.
  • Das Kostendach liegt bei 14,9 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer, abgerufen werden höchstens 80'000 Stunden.
  • Eine Mindestabnahme gibt es nicht: Für jeden konkreten Auftrag treten die vier Agenturen erneut gegeneinander an.
  • Der Zuschlag ist noch nicht rechtskräftig, unterlegene Anbieter können innert 20 Tagen Beschwerde einreichen.
Inhalt
  1. Wie viel Geld steckt im Pool?
  2. Was bekommen die Gewinner tatsächlich?
  3. Ein Rahmenvertrag ist ein Eintritt, kein fester Kunde

Vier Agenturen arbeiten künftig auf Abruf für die Schweizer Bundesverwaltung: In Flagranti (Lyss), die Komet Werbeagentur (Bern), dazu Scholz & Friends Schweiz und die Wirz Group, beide aus Zürich. Wie persönlich.com aus dem auf simap.ch veröffentlichten Zuschlag berichtet, hat das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) den Agenturpool 3.0 an diese vier vergeben. Beworben hatten sich insgesamt 14 Agenturen.

Wie viel Geld steckt im Pool?#

Das Kostendach liegt laut persönlich.com bei 14,9 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer, abrufbar sind höchstens 80’000 Stunden. Beides sind Obergrenzen, kein Umsatzversprechen: Eine Mindestabnahme sieht der Pool nicht vor.

Was bekommen die Gewinner tatsächlich?#

Zunächst nur das Recht, mitzubieten. Für jeden konkreten Bedarf startet das BBL einen Wettbewerb unter den vier Zuschlagsempfängern. Gedacht ist der Pool für kleinere, mittlere und dringende Aufträge; große nationale Kampagnen laufen grundsätzlich nicht darüber. Konzept und Umsetzung sind beide abgedeckt.

Die Begründungen fallen unterschiedlich aus. Bei In Flagranti nennt das Amt den niedrigsten Preis, kombiniert mit sehr guter Qualität. Scholz & Friends überzeugte vor allem qualitativ, mit einer fast maximalen Bewertung, Wirz und Komet punkteten mit hoher Qualität und attraktivem Preis.

Ein Rahmenvertrag ist ein Eintritt, kein fester Kunde#

Wer im Pool ist, muss sich im Einzelfall erneut gegen drei Mitbewerber durchsetzen, die alle schon einmal geprüft wurden. Im Vorteil dürfte sein, wer kleine Aufträge schnell und günstig umsetzen kann; genau darauf zielt das BBL, das mit dem Pool Volumen bündeln, standardisieren und Kosten senken will.

Ob es dabei bleibt, ist noch offen. Rechtskräftig ist der Zuschlag noch nicht. Wer leer ausging, hat 20 Tage Zeit, sich beim Bundesverwaltungsgericht zu beschweren. Erst danach steht fest, ob die vier wirklich anfangen.

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