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dpa vermarktet AP-Videos im deutschsprachigen Raum: Internationales Bewegtbild für Verlage aus einem Vertrag

Ab sofort verkauft die dpa die Videos der AP in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Verlage heißt das: mehr Videostoff für Instream-Inventar aus einer Hand.

dpa-Chef Peter Kropsch und AP-Chefin Daisy Veerasingham am Tisch mit der unterzeichneten Video-Vereinbarung
Peter Kropsch (dpa) und Daisy Veerasingham (AP) bei der Unterzeichnung in LondonFoto: AP/Kirsty Wigglesworth

Das Wichtigste in Kürze

  • Die dpa vermarktet ab sofort die Videoinhalte der Associated Press in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Beide Agenturen arbeiten zusätzlich bei Live-Video zusammen, die dpa verbreitet Live-Feeds über die AP-Infrastruktur.
  • Die seit 2013 bestehende Vereinbarung über AP-Texte und -Fotos wird um zehn Jahre verlängert.

Die dpa übernimmt ab sofort die Vermarktung der Videoinhalte der Associated Press in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das haben die beiden Nachrichtenagenturen am 15. Oktober gemeinsam mitgeteilt. Dazu kommt eine Zusammenarbeit bei Live-Video. Für Redaktionen im deutschsprachigen Raum gibt es damit regionales, nationales und internationales Bewegtbild über einen Vertrag.

Was ändert sich für Redaktionen?#

Bisher lieferte die dpa eigene Videobeiträge und Rohmaterial zu Politik, Sport und Weltgeschehen, an sieben Tagen in der Woche. Jetzt kommt das AP-Material mit Schwerpunkt USA dazu. Außerdem nutzt die dpa die Infrastruktur der AP, um Live-Feeds in Deutschland und international zu verbreiten. Die bestehende Vereinbarung über Texte und Fotos von 2013 wird um weitere zehn Jahre verlängert und läuft parallel weiter.

Warum ist das eine Werbemarkt-Nachricht?#

Weil Video für Verlage vor allem Inventar ist. Instream-Werbung lässt sich nur verkaufen, wenn laufend Bewegtbild auf der Seite steht. Gerade hier stehen die Verlage unter Druck: Nach einer VAUNET-Prognose entfallen 2026 rund 72 Prozent der Instream-Videowerbung in Deutschland auf wenige globale Plattformen. Wer als Regionalverlag internationale Nachrichtenbilder zeigen will, kann sie jetzt bei der Agentur bestellen, bei der er Text und Foto meist ohnehin bezieht. Das senkt den Aufwand für Video-Strecken, die Vermarkter mit Pre-Rolls belegen können.

Beide Seiten nennen ihre Motive offen. Die dpa erwartet Wachstum im Video-Bereich, die AP setzt auf die Kundenbeziehungen der dpa in der Region. dpa-CEO Peter Kropsch verspricht Kunden ein „umfassendes Videoangebot aus einer Hand“.

Gewinner sind Regionalverlage ohne eigene Auslandsvideo-Redaktion, die jetzt mit einem Ansprechpartner auskommen. Schwerer haben es andere Anbieter internationaler Nachrichtenvideos, denn die dpa hat rund 170 deutsche Medienunternehmen als Gesellschafter und damit kurze Wege in die meisten Redaktionen.

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