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Retail DOOH in der gemeinsamen Währung: Kaufland und Rewe machen den Supermarkt-Screen planbar

Das Herbst-Update der IDOOH-Studie zählt fast 25.000 Screens im Handel. Mit Kaufland, Rewe und Ocean Outdoor rechnen elf Retail-Netze nach einer Methode.

Symbolbild: leere digitale Werbestele am Ende eines Supermarktgangs mit Regalen und Einkaufswagen
KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Herbst-Update der IDOOH-Studie Public & Private Screens 3.0 stieg die Zahl der Retail-DOOH-Screens seit Herbst 2025 von über 19.500 auf fast 25.000.
  • Die Reichweite von Retail DOOH wuchs um 80 Prozent, die Werbemittelkontakte um 84 Prozent.
  • Neu in der Studie sind die Netze von Kaufland, Ocean Outdoor und REWE, damit sind elf Retail-DOOH-Vermarkter erfasst.

Fast 25.000 digitale Werbebildschirme im Handel zählt die Reichweitenstudie des Institute for Digital Out of Home Media (IDOOH) inzwischen, ein Jahr zuvor waren es gut 19.500. Das zeigt das Herbst-Update der Markt-Media-Studie „Public & Private Screens 3.0“, das das IDOOH am 14. Oktober veröffentlicht hat. Wichtiger als die Zahl ist, wer neu dabei ist: Kaufland, Rewe und Ocean Outdoor lassen ihre Screens jetzt nach derselben Methode messen wie die übrigen DOOH-Netze.

Hinter dem Sprung bei den Kontakten steckt vor allem mehr Inventar. Die Zahl der erfassten Standorte im Handel ist laut IDOOH seit Herbst 2025 um 120 Prozent gestiegen, die Reichweite um 80 Prozent. Elf Retail-Vermarkter stehen in der Studie, vor einem Jahr waren es acht. Neben den drei Neuzugängen gehören Cittadino, eisbach.media und Ströer dazu, dazu Netze in Kiosken, Spätis sowie Bau-, Elektronik- und Möbelmärkten. Über alle Umfelder hinweg erreicht DOOH bei einfacher Belegung binnen einer Woche 74,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Grundlage sind Mobilitätsdaten von rund einer Million Smartphones plus Erhebungen zu Kontakten und Aufenthaltsdauer.

Für Mediaagenturen ist das der eigentliche Fortschritt. Retail-Media-Netze haben ihre Leistung bisher oft mit eigenen Zahlen belegt; im Fall der Ferrero-Marke Eat Natural etwa über einen Abgleich mit Kassendaten. Eine gemeinsame Kontaktwährung macht den Supermarkt-Screen vergleichbar mit der Säule vor dem Laden und lässt sich in denselben Plan schreiben. Das ist auch eine Antwort auf die Preisfrage: Im BVDW-Trendmonitor fanden 77 Prozent der Befragten das Preisniveau von Retail Media zu hoch. Wer Tausenderpreise vergleichen will, braucht zuerst vergleichbare Kontakte.

IDOOH-Geschäftsführer Frank Goldberg verkauft den Kanal als Doppelrolle: Retail DOOH verbinde die Reichweite eines Massenmediums mit der „unmittelbaren Nähe zum Kauf“. Die Daten stehen kostenfrei im Planungstool mediMACH. Planer sollten die neuen Retail-Netze vor den nächsten Jahresgesprächen dort durchrechnen, statt sich allein auf die Abverkaufsstudien der Händler zu verlassen.

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