Eat Natural im Instore-DOOH: Ferrero misst die Wirkung an der Kasse

Das Wichtigste in Kürze
- Für die Ferrero-Marke Eat Natural liefen laut MEEDIA zwei Wochen lang Werbung auf 328 Screens in 59 Filialen eines Händlers.
- Die Werbekontakte wurden mit den Kassendaten des Händlers verknüpft; der inkrementelle Uplift beim Gesamtabsatz lag bei 29 Prozent.
- Welcher Händler beteiligt war und ob während der Kampagne nachgesteuert wurde, nennt der Bericht nicht.
Instore-Bildschirme im Lebensmittelhandel müssen beweisen, dass sie verkaufen. Ein Fall der Ferrero-Marke Eat Natural liefert dafür Zahlen: Zwei Wochen lang lief Werbung auf 328 digitalen Screens in 59 Filialen eines Händlers, die Werbekontakte wurden mit dessen Kassendaten verknüpft. Wie MEEDIA berichtet, lag der inkrementelle Uplift beim Gesamtabsatz bei 29 Prozent.
Der Bericht weist drei Kennzahlen aus, die Unterschiedliches messen:
| Kennzahl | Wert laut Fallstudie | Bezug |
|---|---|---|
| Conversion Rate | +114 Prozent | Shopper mit Werbekontakt gegenüber Vergleichswerten |
| Sales Uplift | +106 Prozent | Absatz bei den erreichten Shoppern |
| Inkrementeller Uplift | +29 Prozent | Gesamtabsatz über alle Shopper |
Die beiden dreistelligen Werte beziehen sich nur auf die Menschen, die einen Werbekontakt hatten. Belastbarer für die Mediaplanung ist die dritte Zahl, weil sie den Effekt auf alle Käufer umlegt. Dazu kam ein Befund zum Timing: Die Kassendaten zeigten, zu welchen Tageszeiten die Werbung besonders wirkte und welche Kontaktfrequenz sinnvoll ist. Ob schon während der zwei Wochen nachgesteuert wurde, geht aus den Fallstudiendaten laut MEEDIA nicht hervor. Auch den Händler nennt der Bericht nicht; er stellt den Fall neben die Kassen-Messtechnik von Cyreen, deren Instore-Netz die Laya Group vermarktet.
Genau diesen Nachweis vermissen die Einkäufer bisher. Im Trendmonitor Retail Media 2026 sehen 82 Prozent der befragten Agenturen Nachholbedarf beim Nachweis zusätzlicher Verkäufe, und für Werbung in der Filiale erwarten sie 2027 das stärkste Wachstum aller Retail-Media-Bereiche. Ein einzelner Fall mit einer Marke und einem Händler belegt noch keinen Marktstandard, zumal die Vergleichsgruppe im Bericht nicht genau beschrieben ist. Wer Instore-DOOH bucht, sollte deshalb vorab festlegen, welche der drei Kennzahlen abgerechnet wird, und den inkrementellen Effekt auf den Gesamtabsatz verlangen, nicht nur den Uplift bei den Kontakten.



