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Meta sperrt TikTok-Werbung in sieben Ländern, Deutschland ist nicht dabei

Meta nimmt keine Anzeigen von ByteDance mehr an, auch nicht von Dritten, die auf TikTok verweisen. Betroffen sind die USA, Kanada, Japan und vier weitere Länder.

Symbolbild: geschlossenes Tor vor vier leeren Werbetafeln in der Dämmerung
KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Meta schaltet in den USA, Kanada, Ägypten, Indonesien, Japan, Thailand und Vietnam keine Werbung von ByteDance mehr, wie MEEDIA und OnlineMarketing.de berichten.
  • Die Sperre gilt auch für Werbekunden, deren Kampagnen auf TikTok verweisen.
  • Meta-Sprecher Chris Sgro begründet sie damit, dass Meta keine Anzeigen eines Konkurrenten schalten müsse, der Nutzer von den eigenen Apps weglocken wolle.
  • Deutschland und die übrigen EU-Länder stehen nicht auf der Liste.

„Wir müssen keine Anzeigen eines Konkurrenten schalten, dessen Ziel es ist, Menschen von unseren Apps wegzulocken.“ Mit diesem Satz begründet Meta-Sprecher Chris Sgro, warum Facebook und Instagram in sieben Ländern keine Werbung von ByteDance mehr ausspielen. Das berichten MEEDIA und OnlineMarketing.de übereinstimmend, beide unter Verweis auf Reuters. Betroffen sind die USA, Kanada, Ägypten, Indonesien, Japan, Thailand und Vietnam.

Die Sperre reicht weiter als bis zum Konzern selbst. Sie gilt auch für andere Werbekunden, deren Anzeigen auf TikTok verweisen. Einen Wettbewerber nicht als Werbekunden zu bedienen, sei eine in vielen Branchen übliche Praxis, heißt es in Metas Statement, man wolle weiter über Produktqualität und Nutzererfahrung konkurrieren. ByteDance und TikTok äußerten sich laut MEEDIA zunächst nicht.

Für den deutschsprachigen Markt ändert sich vorerst nichts: Kein EU-Land steht auf der Liste, Werbung für TikTok kann hier weiter auf Metas Plattformen laufen. MEEDIA verweist darauf, dass die EU-Kommission beide Konzerne als Gatekeeper nach dem Digital Markets Act führt, ob eine solche Sperre damit vereinbar wäre, lasse sich daraus allein aber nicht ablesen.

Wer Kampagnen über mehrere Plattformen plant, sollte die Regel trotzdem kennen. Verlierer sind internationale Kampagnen mit einheitlichem Setup: Laufen Motive mit TikTok-Verweis auch in den USA oder Japan, lehnt Meta sie dort ab, das Setup muss je Land getrennt werden. Im Vorteil sind Agenturen, die ihre Social-Kampagnen ohnehin Markt für Markt aussteuern.

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